#1

Deutsche Post

in Deutsch in Medien und Literatur 05.05.2007 11:26
von Fritz-Franz • 675 Beiträge
In Antwort auf:
Mit der Eröffnung des virtuellen Post Towers auf Post Island geht die Deutsche Post jetzt den Schritt in die 3D-Onlinewelt Second Life. „Unsere Vision ist, mit vielfältigen interaktiven Aktionen eine Brücke von der Online-Welt ins wirkliche Leben zu schlagen“, erklärt Ingo Bohlken, Mitglied des Bereichsvorstands BRIEF und verantwortlich für das Marketing der Deutschen Post.

„Denn Menschen zu erreichen und zu verbinden ist seit jeher unser Ziel und unsere Aufgabe.“

Die neue Repräsentanz soll so spannend und lebendig sein wie das „zweite Leben“ selbst. Zum Auftakt bietet die Deutsche Post daher den Usern in einer ersten Aktion die Möglichkeit, im Fotoatelier des Post Towers eigene Postkarten zu erstellen und an Empfänger in der realen Welt zu versenden. Dabei suchen die Avatare nicht nur aus bestehenden Motiven aus, sondern können auch mit ihren eigenen Fotos aus der Second Life-Welt individuelle Grußkarten gestalten und mit einer persönlichen Nachricht versehen. Die Deutsche Post liefert diese dann als echte Postkarten aus – gewohnt sicher, schnell und zuverlässig an jeden Ort weltweit.

Darüber hinaus startet die Deutsche Post zur Eröffnung der virtuellen Präsenz einen Postkartenwettbewerb. Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Reisefieber“ sind alle Bewohner in Second Life aufgerufen, in den Ateliers des Post Towers eigene Kunstwerke zu kreieren. Die zehn besten Arbeiten werden von einer Jury ausgewählt und im Juni in der Galerie des Post Towers ausgestellt. Besonderes Highlight: Sie können dann ebenfalls als echte Postkarten in die reale Welt versendet werden.

Second Life hat sich mit einer eindrucksvollen Dynamik zu einem Schlüsselloch in die Zukunft entwickelt. Hier sehen wir bereits heute, was vielleicht schon morgen möglich sein wird – es ist sozusagen ein virtuelles Forschungszentrum“, so Bohlken. Diese Entwicklung wird die Deutsche Post aktiv vorantreiben und so die Zukunft im Sinne ihrer Kunden mitgestalten. Damit betont sie ihre Position als innovativer Kommunikationsdienstleister.

Business-Traveler


Den letzten Satz bitte ich nochmals zu lesen.

Bemerkenswert ist, daß das „zweite Leben“ in Anführungszeichen steht, Second Life dagegen nicht. Auch achte man auf den wankelmütigen Gebrauch oder Nichtgebrauch der Bindestriche. Ein Wort noch zur Thematik: Menschen, die sich mit ihr beruflich befassen dürfen und dabei noch hoch bezahlt werden, zähle ich zu den privilegierten erwachsenen Kindergärtnern.
zuletzt bearbeitet 05.05.2007 11:28 | nach oben springen

#2

RE: Deutsche Post

in Deutsch in Medien und Literatur 05.05.2007 13:14
von Tybalt • 63 Beiträge

Zitat von Fritz-Franz

Bemerkenswert ist, daß das „zweite Leben“ in Anführungszeichen steht, Second Life dagegen nicht.


Was ist daran bemerkenswert? Second Life ist ein Eigenname, zweites Leben nicht. Die Anführungszeichen bedeuten, daß es sich nicht wirklich um eine zweites Leben handelt.

Und nebenbei, es ist sinnvoll, wenn ein Unternehmen in Second Life mit englischen Bezeichungen auftritt. Es gibt in Second Life keine Nationen und Grenzen, es gibt also kein deutsches Second Life-Gebiet. Von daher ist es schon ein Gebot der Höflichkeit, nach außen eine allen Usern verständliche Bezeichnung zu wählen. (Und wer kein Englisch kann, ist in Second Life eh falsch am Platz...)

Und von wegen "Kindergarten": Wer das ernsthaft behauptet, zeigt damit, daß er keinen blassen Schimmer vom Thema hat.


Tybalt


(\__/)
( o o )
(>/||\<)
Das ist Bunnythulhu. Er ist erwacht, und er wird alle in den Wahnsinn treiben. Kopiere Bunnythulhu in deine Signatur oder koste seinen süßen Wahnsinn!
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#3

RE: Deutsche Post

in Deutsch in Medien und Literatur 05.05.2007 14:28
von Fritz-Franz • 675 Beiträge
Guten Tag, Tybalt!

Wenn es sich bei Second Life „nicht wirklich“ um ein zweites Leben handelt, dann hätte ich es ebenfalls in Anführungszeichen gesetzt. Wie so oft im Leben kommt es, wenn man etwas betrachtet oder beobachtet, auf die Perspektive an, um ein gerechtes Urteil zu fällen. Hierzu wäre es manchmal gut, einen hartnäckig vertretenen Standpunkt zu verlassen, um der eigenen Vorurteile angesichtig zu werden. Aber gehen wir in die Praxis. Du sagst:

In Antwort auf:
Und von wegen „Kindergarten“: Wer das ernsthaft behauptet, zeigt damit, daß er keinen blassen Schimmer vom Thema hat.


Ich lese ja noch immer, aus nostalgischen Gründen, die Beiträge im Klartext-Forum – auch die Deinigen. Letzthin ist es Dir dort ganz dreckig ergangen; ich hätte vor Mitleid zerfließen können. Aber leider bin ich dort gesperrt und konnte Dich nicht vor einem Deiner vielen Kurzschlüsse bewahren. Bitte höre mir einen Augenblick lang zu. In meiner Nachbarschaft spielen zwei junge Menschen dieses Spiel, zum Schrecken ihrer Eltern, an manchen Tagen so lange, bis sie vor Erschöpfung beinahe tot umfallen. Manchmal kommen sie mir selbst wie leibhaftige Avatare vor …

Ich apelliere niemals an eines Menschen Glauben. Dafür kann ich Dir versichern, daß ich in diesem Forum kein Thema zur Sprache bringe, von welchem ich nichts verstehe. Du regst Dich darüber auf, wenn jemand behauptet, daß Du etwas nicht kapierst. Dann antwortest Du: „Schau mal an, wie einfach. Wie billig. Wie dumm. Wie ausgesprochen dumm.“

Nun empfange meinen Rat – der zugleich eine Bitte ist: Überdenke Deine Rhetorik und versuche, irgend einen Menschen wenigstens einmal in Deinem Leben zum Schmunzeln zu bringen.

Ich grüße Dich

Fritz-Franz
zuletzt bearbeitet 05.05.2007 14:47 | nach oben springen

#4

RE: Deutsche Post

in Deutsch in Medien und Literatur 05.05.2007 22:14
von Fritz-Franz • 675 Beiträge
Für Dich, Tybalt, eine unentgeltliche Dienstleistung von mir: Einen Kommentar zu der von Dir zum Gebot erhobenen Höflichkeit.

Die Zeiten König Ludwigs des XIV. und des „despotischen Absolutismus“ sind längst vorbei; die Heuchelei aber hat sogar den sogenannten „aufgeklärten Despotismus“ des Großen Fritz überstanden. Diese steht heute vor uns in ihrer wahren Blütenpracht. Inwiefern die virtuelle Welt des Kindergartenspiels „Second Life“ einem erstrebenswerten Ideal entspricht, zeigt folgendes Sätzchen an, das Du selbst, Tybalt, geschrieben hast: „… wer kein Englisch kann, ist in Second Life eh falsch am Platz ...“ Das wären (nach der Arithmetik Deiner Höflichkeit) zur Zeit etliche Milliarden Menschen, die vor ganz andern Problemen stehn, als die hochbezahlten lahmen Führungskräfte der Deutschen Post AG.

Fritz-Franz
zuletzt bearbeitet 05.05.2007 23:07 | nach oben springen


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