#16

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 26.03.2008 16:40
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

Heute (26. März 2008) flattert mir wieder die Deutsche Sprachwelt ins Haus, diesmal ohne Werbung für die "Junge Freiheit" und stattdessen mit einer Beilage des "Atlas Verlag" für 50 Dokumentationen über das Dritte Reich.

Auszüge:

Gleichschaltung aller Lebensbereiche, Rassismus bis zum Holocaust, "totaler Krieg" - wie war das mit einem aufgeklärten Volk wie den Deutschen möglich?

Ohne nennenswerten Widerstand der Bevölkerung konnte eine Hand voll skrupelloser Männer den 2. Weltkrieg anzetteln, der das Bild der Deutschen in der Welt bis heute prägt. Seine Bilanz: über 50 Millionen tote und vermisste Soldaten und Zivilisten, Abermillionen Verwundete, Verkrüppelte und Vertriebene, tausende auf die Grundmauern niedergemachte Dörfer und Städte… Wie konnte es im Land der Dichter und Denker überhaupt so weit kommen? Warum gibt es bis heute auf viele Fragen über den Nationalsozialismus keine Antworten? Warum wurden die Täter im Nachkriegsdeutschland nicht konsequenter verfolgt? Lesen Sie, was Historiker recherchiert haben.


Wortwörtlich auch so nachzulesen unter:
http://www.atlas-editions.de/p/081157/Das-Dritte-Reich-.html

---

Was nun? Erteilen wir Absolution oder bleiben wir skeptisch?
Ich möchte wissen, wie Ihr darüber denkt.


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#17

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 26.03.2008 19:38
von Andrew • 162 Beiträge

Ich kenne die "Deutsche Sprachwelt" nicht und müsste mehr darüber wissen, bevor ich mir eine Meinung bilden könnte.
Ich weiß nicht, wer die Dokumentationen produziert hat, um die es in der Werbung geht, aber aufgrund deiner letzten Erfahrung mit Werbung von dieser Quelle, würde ich auch das wissen wollen. Ich sehe dazu nichts auf der Seite des Atlas-Verlags.

Die Spiegel-Titelgeschichte vom 10.3. (Nr 11) lautet "Debatte um NS-Verbrechen. Die Täter. Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden". Leider habe ich den Artikel noch nicht gelesen, werde aber noch dazu kommen. Dies dürfte eine interessante Quelle sein, sollte man sich für diesen Bereich der Geschichte interessieren.

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#18

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 26.03.2008 20:50
von AndyOSW • 631 Beiträge

Ich kenne den Schweizer Atlas-Verlag nur als Herausgeber diverser Sammelwerke ("... die in keinem Haushalt fehlen sollten!"), die gewiss in größter Sorgfalt kompiliert werden. Die Geschichtswerke sollten also frei sein von romantisierenden Darstellungen gewisser Epochen unserer Geschichte. Ich hoffe es zumindest.

Aber Absolution? Die Werbung der "Jungen Freiheit" war auf alle Fälle eine unverzeihliche Entgleisung. Gab es eine redaktionelle Stellungnahme dazu?

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#19

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 26.03.2008 21:10
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

Meinem Eindruck nach sind die beworbenen "50 Dokumentationen" einwandfrei und gewiß nicht romantisierender, verharmlosender oder gar apologetischer Natur. Aus dem oben zitierten Werbetext geht für mich hervor, daß die nationalsozialistische Diktatur eindeutig negativ gewertet wird.

Mich wundert halt, daß die "Deutsche Sprachwelt" zuerst ein zweifelhaftes Organ der "Neuen Rechten" bewirbt, und dann in der nächsten Ausgabe einen Prospekt für eine aufklärend-informative Dokumentation über das Dritte Reich beilegen läßt. Hat man da seinen publizistischen Fehlgriff erkannt und versucht nun, zur Schadensbegrenzung, gegenzusteuern?

Oder ist es der sicher nicht in Geld schwimmenden "Deutschen Sprachwelt" einfach nur egal, von welcher Seite die Werbeeinnahmen kommen, solange nur die Finanzierung der nächsten Ausgabe sichergestellt ist?

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#20

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 31.03.2008 00:14
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Hat sich eigentlich irgendjemand einmal den Spaß gemacht, sich durch die offizielle Verweisliste der DSW zu klicken?

Ich empfehle zum Einstieg "Laufenberg" und zur weiteren akademischen Vertiefung den VVDSt.
Beide garantiert über jeden Verdacht der Linkslastigkeit erhaben, und damit meine ich haushoch erhaben.

http://www.netzine.de/
http://www.vvdst.org/

Wer glaubt bei der DSW noch an Zufälle?

Absolution verweigert.
zuletzt bearbeitet 31.03.2008 02:55 | nach oben springen

#21

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 31.03.2008 11:11
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Was die machen, nenne ich lavieren. Immerzu alle Optionen offen halten – man weiß ja nie! So herrscht auch stets Durchzug in der Bude.

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#22

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 31.03.2008 12:09
von Sprachforum • 8 Beiträge

Was ist an netzine verwerflich?

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#23

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 31.03.2008 15:17
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Zitat von Sprachforum
Was ist an netzine verwerflich?


Derlei:

In Antwort auf:
Ich ypsilante, du ypsilantest, er sie es ypsilantet – das sind die neuen, etwas vornehmeren Ausdrücke für das, was man bisher nannte: Leute-Verarschen.

Weil sie sich gegen den von der hessischen SPD geplanten Wählerbetrug gestemmt und den an Folter grenzenden parteiinternen und auch öffentlichen Terror durchgestanden hat, ist die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger jetzt vom Seeheimer Kreis für das Bundesverdienstkreuz der höchsten Stufe vorgeschlagen worden. Recht so.


Wohlgemerkt, nicht daß eine bestimmte Partei (nicht meine, ich habe keine) angegriffen wird und welche, sondern wie.
Hier hat einer kein Gefühl für semantische Verhältnismäßigkeit.

...schön, schön, "verarschen" lasse ich noch durchgehen.
Aber "Folter" und "Terror"?
zuletzt bearbeitet 31.03.2008 16:27 | nach oben springen

#24

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 31.03.2008 17:23
von AndyOSW • 631 Beiträge

Prof. Walter Krämer, Erster Vorsitzender und Gründer des VDS in einem Artikel der ZEIT vom 17.07.2003:

Zitat von ZEIT
"... An Humor fehlt es ihm (Krämer, Anm. von mir) dagegen, wenn er über seine heutigen politischen Gegner nachdenkt, 'die Feinde der offenen Gesellschaft'. Da versteht er keinen Spaß. Er empfindet sie als Bedrohung: 'Sie kontrollieren große Teile der Medien, predigen auf unseren Kanzeln und dominieren die bundesdeutschen Lehrerzimmer.'

Diesen 'Bremsern' hat er in seinen Polemiken den Fehdehandschuh zugeworfen. Da diese 'besser organisiert' sind, schwebt ihm ein Kreis von Gleichgesinnten vor, von verbündeten Politikern, Wissenschaftlern, Journalisten, die sich gegenseitig unterstützen, ins Gespräch bringen. 'Aus Notwehr' wünscht er sich einen rechtsliberalen Klüngel. Gerne würde er dafür seine Universitätsräume zur Verfügung stellen. Eine Seilschaft? 'Seilschaft klingt zu negativ. Nennen Sie es Netzwerk.' ..."

Die Sympathien des VDS-Bosses sind also eindeutig, dann braucht er sich nicht zu wundern, wenn Zustimmung auch von rechts außen kommt.

Der vollständige Artikel ist unter anderem hier zu finden: http://lexikon.meyers.de/meyers/Spezial:...teaserID=447387

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#25

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 05.04.2008 23:08
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Fundstück aus Wikipedia, im Artikel zur "Jungen Freiheit":

In Antwort auf:
Gerhard-Löwenthal-Preis

Seit 2004 vergibt die Junge Freiheit einen von der Witwe Gerhard Löwenthals gestifteten, mit 5000 Euro dotierten Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalismus und den undotierten Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik. Damit soll „die Erinnerung an das politische und publizistische Vermächtnis Gerhard Löwenthals aufrechterhalten und herausragende Publizistik“ geehrt werden. Den dotierten Journalistenpreis empfingen Thorsten Hinz (2004), Stefan Scheil (2005), Thomas Paulwitz (2006) und Andreas Krause Landt (2007) [16]. Bis auf letzteren waren sie alle zuvor als freie Autoren für die Junge Freiheit tätig. Den Preis für Publizistik erhielten Herbert Fleissner (2004), Caspar von Schrenck-Notzing (2005), Elisabeth Noelle-Neumann (2006) und Wolf Jobst Siedler (2007). Seit 2007 ist die „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung“ (FKBF) die Trägerin des Löwenthal-Preises, der in Kooperation mit der JF verliehen wird.


Mehr zur Jungen Freiheit und ihren Autoren, Machern und Verbindungen findet sich hier (S. 57 ff):
http://www.perspektive21.de/P21_Heft_18.pdf

zuletzt bearbeitet 05.04.2008 23:17 | nach oben springen

#26

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 06.04.2008 08:48
von AndyOSW • 631 Beiträge

Ein erhellendes Dossier, das ich mit Gewinn gelesen habe.

Dank an unsern "Wundermann"!

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#27

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 06.04.2008 19:14
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Auch hier hat sich die "Deutsche Sprachwelt" verlinken lassen:
(Rechte Seite, Verweise, unter "Weitere Ressourcen")
http://aggregator.sturmvolk.net/

Auch im Forum des "Institutes für Staatspolitik", einer Denkfabrik der Neuen Rechten,
wird die "Deutsche Sprachwelt" als "zum konservativen, rechten Spektrum" gehörend empfohlen.
(im Beitrag von "Hamburg")
http://www.staatspolitik.org/?p=140

Können wir es nun als gesichert ansehen, daß die Deutsche Sprachwelt der sogenannten "Neuen Rechten" zuzuordnen ist?
zuletzt bearbeitet 06.04.2008 19:21 | nach oben springen

#28

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 06.04.2008 19:34
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Wer suchet, findet. Hier kommt noch mehr:

http://www.apabiz.de/publikation/broschu...ttelfranken.pdf

Die relevanten Auszüge will ich einmal komplett hier hineinstellen.

Auf Seite 19 erfahren wir:

Mit dem Verein für Sprachpflege e.V.
ist in Erlangen ein Verein ansässig, der sich
dem Kampf gegen das ‚Engldeutsch’, der
vermeintlichen Vermischung der beiden
Sprachen, verschrieben hat.
Das Vereinsorgan ist die seit 2000 erscheinende
Zeitung Deutsche Sprachwelt, die
versucht, sich mit „unverdächtigen“ Gastbeiträgen,
wie etwa des Erlanger Sprachwissenschaftlers
Professor Horst Haider
Munske des Instituts für Germanistik8, einen
bürgerlichen Anstrich zu geben. Auf der
anderen Seite aber sind „Macher“, wie der
Redakteur Stefan H. Wunner aus Bamberg,
dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen.
Der ist ein Kader des neonazistischen NPDThink-
Tank Staatsbürgerliche Runde.
Schriftleiter ist Thomas Paulwitz, Mitglied
des Vereins Deutscher Studenten zu Erlangen
(VDSt). Paulwitz griff u.a. für das
revanchistische Ostpreußenblatt und für die
rechtsextreme Wochenzeitung Junge Freiheit
zur Feder. Bei der von ehemaligen SSund
NSDAP-Angehörigen gegründeten rechtsextremen
Gesellschaft für freie Publizistik
war er für April 2003 als Referent angekündigt9.
Außerdem war er Koordinator des
1998 gegründeten und mittlerweile eingestelltem
Arbeitskreises Unsere Sprache10,
der im Umfeld des rechtsextremen Multifunktionärs
Alfred Mechtersheimer angesiedelt
war.
Dass diese Scharnierfunktion wirkungsvoll
sein kann, zeigt die Tatsache, dass die Deutsche
Sprachwelt sowohl in der NPD-Zeitung
Deutsche Stimme11 als auch in den Erlanger
und Nürnberger Nachrichten12 positiv besprochen
wurde.


Und auf Seite 87:

Rechte Hüter der Sprache:
Die Deutsche Sprachwelt
Der Verein für deutsche
Rechtschreibung und
Sprachpflege


Der „Schutz der deutschen Schrift und
Sprache“ ist schon immer, vor allem aber
seit der „Wiedervereinigung“, ein von Rechten
und Rechtsextremen propagiertes Thema.
Hiermit soll ein Thema besetzt werden,
mit dem deutschnationale Identität entwickelt
werden kann, das auf Abgrenzung beruht,
die aber (auch) ohne rassistische Hetze
gegen die hier lebenden MigrantInnen auskommt.
Die Stoßrichtung gegen Anglizismen
deckt sich mit dem (neuen) Hauptfeind der
gesamten Rechten – den USA1.
In Erlangen hat die vom Verein für Sprachpflege
e.V. herausgegebene Zeitschrift Deutsche
Sprachwelt (DSW) dem „Denglisch“ und
„Engleutsch“ den Kampf angesagt. In der
Selbstdarstellung der DSW heißt es: „Wir betrachten
diese Zeitung und ihre Leserschaft
als ein Zeichen des unzufriedenen Volkes, als
eine Bürgerbewegung“2. Die DSW erscheint
in einer Auflage von bis zu 50.000 Stück und
wird ausschließlich aus Spenden finanziert.
„Schriftleiter“ der DSW ist der Erlanger
Thomas Paulwitz. Er ist Autor im Ostpreußenblatt3,
fungierte 1998 als Koordinator
des Arbeitskreis unsere Sprache (ARKUS),
hinter dem sich der rechtsextreme Verein
Unser Land – Wissenschaftliche Stiftung für
Deutschland von Alfred Mechtersheimer verbirgt4
und referierte 2001 bei einem Seminar
der ehemaligen Jugendorganisation der
Landsmannschaft Ostpreußen5.
An der Gründung der DSW war auch der
Österreicher Stefan Micko beteiligt. Er ist
Autor der ultrarechten FPÖ-nahen Monatszeitschrift
Aula und war bis zum Jahr 2000
Obmann des größten österreichischen
Sprachpflegevereins Muttersprache6.
Als weiterer „Schriftleiter“ der DSW tritt
der Bamberger Stefan H. Wunner auf. Wunner
ist Sprecher der rechtsextremen
Staatsbürgerlichen Runde in Bamberg.
Nachdem ein antisemitischer Hetzartikel des
NPD-Anwalts Horst Mahler zum 11.09.2001
schnell aus dem Internet verschwunden
war, tauchte der Artikel kurze Zeit
später auf der Homepage der
Kameradschaft Schwerin wieder auf.
Ein Stefan H. Wunner hatte ihn „mit
reichstreuen Grüßen“ unterschrieben7.
Im Jahre 2002 tritt die DSW, u.a.
neben der Jungen Freiheit, der Evangelischen
Notgemeinschaft und der
Sudetendeutschen Landsmannschaft
als Unterzeichner einer „Resolution
zur Wiederherstellung der bisherigen
einheitlichen Rechtschreibung“ auf8.
Im Jahre 2001 wurde die DSW dem
österreichischen Ableger der rechtsextremen
Jungen Freiheit, der Zeitung
Zur Zeit beigelegt9. Von der Homepage
der DSW gibt es einen direkten
Link zum rechtsextremen Arbeitskreis
unsere Sprache (ARKUS).
Bis Herbst 2001 fungierte Manfred
Riebe aus Schwaig bei Nürnberg als
Vorsitzender des Vereins für deutsche
Rechtschreibung und Sprachpflege
(VRS), dem auch Paulwitz und Micko,
die Gründer der Deutschen Sprachwelt,
angehören. Die Stoßrichtung des
Vereins erläutert Riebe in der Jungen
Freiheit: „Der VRS wendet sich gegen
jegliche Art schändlicher Veränderung
der eigenen Sprache.10“
zuletzt bearbeitet 06.04.2008 19:36 | nach oben springen

#29

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 06.04.2008 20:59
von AndyOSW • 631 Beiträge
Die sichtbaren Fakten sprechen für sich. Wie werden sich die Verantwortlichen der DSW und der genannten Vereine rechtfertigen?

Bei der JF hüllt man sich wiederum in Schweigen ob meiner Frage zur Verlinkung mit den Wortpatenschaften...
zuletzt bearbeitet 06.04.2008 21:00 | nach oben springen

#30

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 06.04.2008 21:48
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Die werden sich gar nicht rechtfertigen, entweder weil sie voll dahinter stehen, oder aber, und das ist viel naheliegender, weil sie ihre Vernetzung mit der Neuen Rechten nicht allzu sehr publik machen wollen. Denn es geht der neuen rechten Szene hauptsächlich darum, rechte Positionen und Ideologien auch für solche salonfähig zu machen, die sich nicht (offen) mit "rechts" identifizieren: Stichwort Scharnierfunktion. So wird u.a. die Denglisch-Thematik als Trojaner der Rechten intrumentalisiert.

Die Vision Walter Krämers, der selbst der JF das eine oder andere Interview gegeben hat, vom "rechtsliberalen Klüngel" ist längst Realität, und dieses Netzwerk reicht von nationalliberal bis nach ganz rechts.

---

Es geht weiter.

Hier läßt Paulwitz verlegen:
http://www.amazon.de/Interviews-Material...07510771&sr=8-1

Man scrolle herunter (wie sagt man das auf deutsch?) und finde den Verlag.
Jawoll. Die Junge Freiheit.

Und hier ein Zitat von Prof. Günter Zehm, Mitstreiter und -autor Paulwitzens:

„Der Holocaust ist an die Stelle Gottes getreten. Über 'das hohe C' im Namen von Parteien darf man spotten, aber an den Holocaust muß man glauben; wer Zweifel erkennen läßt, verschwindet hinter Gittern. Nicht viel anders steht es mit Multikulti. Das Vaterland, die Polis, darf nach Belieben verhöhnt werden; wer Multikulti ablehnt, wer Zuwanderung begrenzen oder Sozialhilfe für ‚Asylanten‘ kürzen will, der outet sich als ‚Rassist‘, und das ist fast so schlimm wie ‚Verharmloser des Holocaust‘.

Der Herausgeber des Buches, Dieter Stein, ist übrigens Chefredakteur der JF.

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