#31

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 07.04.2008 16:26
von AndyOSW • 631 Beiträge

Für mich sieht das so aus, dass die JF de facto als Sprachrohr aller mir bekannten Sprachvereine fungiert. Solange sich keiner der involvierten Vereine in Wort und vorallem in Tat distanziert, werden sie sich den Vorwurf der Rechtslastigkeit gefallen lassen müssen. Ist Manfred Riebe nicht Mitbegründer des VRS? Und derzeit Leiter der "Initiative Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform und für eine einheitliche, systematische Rechtschreibung"?

Ein Sumpf...

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#32

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 07.04.2008 17:43
von Sprachforum • 8 Beiträge

Wie könnte eine tätliche Distanzierung von der JF denn aussehen?

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#33

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 07.04.2008 21:58
von AndyOSW • 631 Beiträge
Ich meine nicht allgemein die JF, sondern die latente Rechtslastigkeit besagter Vereine. Nicht rechts zu stehen oder stehen zu wollen, kann jeder behaupten (Distanzierung per Wort), aber dem Taten folgen zu lassen ist etwas anderes.

Wie wäre es zum Beispiel mit der Unterstützung von Integrationsprogrammen für Migranten, speziell des Deutschunterrichts? So wie ich das sehe, passiert da nicht viel, im Gegenteil.

Aber wenn die einzige Aktion der VDS-Regionalgruppe Berlin/Potsdam zum Tag der deutschen Sprache ein Info-Stand in einer Potsdamer Fußgängerzone sein soll, erwarte ich auch nichts weiter.
zuletzt bearbeitet 07.04.2008 21:59 | nach oben springen

#34

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 07.04.2008 22:02
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Zitat von Sprachforum
Wie könnte eine tätliche Distanzierung von der JF denn aussehen?


Dafür ist es zu spät!

Der Zug ist abgefahren, oder besser, diese Weichen waren von Anfang an auf rechts gestellt.

Schöne Distanzierung, dies:

a) der JF (und anderen Organen der Neuen Rechten) als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen
b) für die JF zu schreiben
c) sich in die Netzausgabe der JF zu verlinken
d) offene Werbung für die JF im Vereinsorgan zu treiben

Man nimmt davon nicht Abstand und hat nie davon Abstand genommen, sondern sich ganz bewußt für alle diese Dinge entschieden.
Muß man noch irgendjemandem erklären, weshalb?

Man könnte ja auch die Vereine auffordern, alle Mitglieder, Funktionäre und Vorstände mit belegter rechter bis rechtsradikaler Vergangenheit demonstrativ aus den Vereinen herauszuwerfen.

Haha. Hihi. Hähä. Eher friert die Hölle zu.

Ein Sumpf? In der Tat. Das rechte Pilzgeflecht wuchert durch die einschlägigen Sprachvereine, und das reißt kein Mensch mehr heraus. Ganz im Gegenteil, es war von Anfang an dabei, als konstituerender Faktor und auf allen Ebenen.
zuletzt bearbeitet 08.04.2008 14:37 | nach oben springen

#35

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 08.04.2008 10:54
von Sprachforum • 8 Beiträge

Zitat von AndyOSW
Ich meine nicht allgemein die JF, sondern die latente Rechtslastigkeit besagter Vereine. Nicht rechts zu stehen oder stehen zu wollen, kann jeder behaupten (Distanzierung per Wort), aber dem Taten folgen zu lassen ist etwas anderes.

Wie wäre es zum Beispiel mit der Unterstützung von Integrationsprogrammen für Migranten, speziell des Deutschunterrichts? So wie ich das sehe, passiert da nicht viel, im Gegenteil.

Aber wenn die einzige Aktion der VDS-Regionalgruppe Berlin/Potsdam zum Tag der deutschen Sprache ein Info-Stand in einer Potsdamer Fußgängerzone sein soll, erwarte ich auch nichts weiter.


"Aber auch eine Forschungs- und Bildungsstätte, Sprachberatungen, Dichterlesungen, Vortragsabende und Sprachkurse für Zuwanderer könnten hier angeboten werden."
http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleSho...07-082000405861

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#36

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 08.04.2008 19:09
von AndyOSW • 631 Beiträge
Ist wohl an mir vorbei gegangen, da ich nicht Leser dieser Zeitung bin. Ist auch nicht mein Einzugsgebiet. Ich bekenne, ich war einmal Mitglied im VDS, in besagter Region Berlin / Potsdam, insgesamt fast 7 Millionen Einwohner, inklusive der deutschen Hauptstadt. Hier hat die "größte Bürgerbewegung Deutschlands" (O-Ton des Vorsitzenden Krämer, Autor des Werkes "So lügt man mit Statistik") gerade einmal 500 Mitglieder. Mein Fußballverein dagegen (Regionalliga Nord) hat 4732 Mitglieder.

Die Regionalgruppe des VDS behauptet auf ihren Webseiten:
Zitat von VDS-Regionalgruppe Berlin / Potsdam
Die Berlin/Potsdamer Regionalgruppe mit rund 500 Mitgliedern hat durch öffentlichkeitswirksame Aktionen von sich reden gemacht: So etwa zur Werbesprache der Berliner Stadtreinigung, einzelner Senatsverwaltungen, der Veranstalter von Ausstellungen oder der Berliner Sparkasse. Sie tritt ein für die deutsche Sprache als Wissenschaftssprache bei Kongressen und Veröffentlichungen und ist auch in der Medizin aktiv. Die Vorstandsmitglieder wirken auch durch Vorträge, Artikel sowie als Autoren und Herausgeber von Büchern. Die Medien weisen immer wieder durch Berichte, Glossen und Interviews auf die Arbeit des Vereins hin. Prominente Berliner haben ein "Berliner Sprachbündnis" gegründet. Der VDS hat in Berlin und anderswo inzwischen einen beträchtlichen Bekanntheitsgrad. Berliner Mitglieder sind auch in der Zusammenarbeit mit Sprachvereinen anderer Länder in Europa (Frankreich, Italien) aktiv.
Als Mitglied habe ich das damals schon anders empfunden, die Aktion zum Tag der deutschen Sprache war der Gipfel. Wie soll ich so etwas ernst nehmen? Und wo sind die Aktionen des VDS zu o.g. Themen, wo doch Deutschunterricht für Migrantenfamilien gefordert, vom VDS (und anderen "Sprachpflege"-Vereinen) nicht gefördert werden? So etwas kostet Geld, das keiner dieser Vereine aufzubringen gewillt ist. Hier könnten Mitglieder ehrenamtlich aktiv werden, statt nur in der beschaulichen Runde des Ristorante "Galileo" oder des Restaurants "Cum Laude" den ehrwürdigen Vortragenden zu lauschen und kollektiv zu nicken. Aber was rede ich, den VDS habe ich hinter mir gelassen...

Schon mal im VDS-Forum die Thesen zum "Frankfurter Programm" der 68er APO gelesen? Da musste sogar Jupp einschreiten, sonst wäre der Autor rechts heruntergefallen. Geht hier ungefähr los: http://www.vds-ev.de/forum/viewtopic.php...01&page=4#51697. Das Originalzitat von A.R.N. fehlt leider, aber danach lässt er "die Sau raus". Und die ist nicht rosa :-)
zuletzt bearbeitet 08.04.2008 19:31 | nach oben springen

#37

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 08.04.2008 19:29
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
In Antwort auf:
Sie tritt ein für die deutsche Sprache als Wissenschaftssprache bei Kongressen und Veröffentlichungen und ist auch in der Medizin aktiv.


Da gehe ich aber lieber zu einem Arzt.

Schon gut, genug geflachst.
Aber das mit den Sprachkursen für Zuwanderer ist ein nettes kleines (und bisher rein hypothetisches) Feigenblättchen. Es gibt ja schließlich auch anständige Migranten, das kann man selbst in der JF nachlesen.
zuletzt bearbeitet 08.04.2008 19:32 | nach oben springen

#38

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 18:41
von AndyOSW • 631 Beiträge
Habe mal ein bißchen gewühlt und einen schon etwas angestaubten Spiegel-Artikel über VDS-Krämer gefunden: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderb...,311735,00.html.

Interessant ist folgende Passage:
Zitat von Spiegel
Dass ihm wegen seiner Abneigung gegen die deutsch-englische Sprachvermengung Kollegen und Medien schon einmal Purismus oder Xenophobie vorwerfen, hält Krämer nicht auf. "Diese Anglizismen verschwinden nicht wieder von alleine. Es muss jemand laut und deutlich sagen \'Wir haben die Nase voll!\'." Genau das tut der VDS-Vorsitzende. Und schießt dabei manchmal über das Ziel hinaus oder komplett daran vorbei. Dann etwa, wenn er den Amerikanern "Bombenterror auf Dresden" vorwirft, um zu verdeutlichen, dass die in seinen Augen bedingungslose Verehrung der Deutschen für den "American Way of Life" unberechtigt ist. "Für viele Deutsche", sagt Krämer, "ist Englisch die Sprache der guten Leute, die in den Himmel kommen." Deshalb will er mit solchen Aussagen zeigen, "dass auch die Amerikaner Dreck am Stecken haben".

Solche seltsamen Sachen sagt der Herr Krämer bisweilen. Und Herr Krämer meint sie wirklich ernst.
Ob Krämer auch zu den NPD-Gedenkmärschen in Dresden geht, da er es so ernst meint?
zuletzt bearbeitet 10.04.2008 18:41 | nach oben springen

#39

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 20:08
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Das hat er wörtlich so gesagt? "Bombenterror"?
Die Sprache der Rechtsradikalen.

---

Hier ein Verweis zu einer Sendung des Deutschlandfunks, die sich mit Sprachwandel und Sprachschutz auseinandersetzt:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hinte...tik/255339/0022
zuletzt bearbeitet 10.04.2008 20:23 | nach oben springen

#40

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 21:57
von AndyOSW • 631 Beiträge

Am besten gefiel mir die Passage des Autors:

Zitat von Rainer Link
Ansätze einer deutschen Sprachreinigungspolitik lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurück verfolgen. Der sprachpolitische Hauptfeind stand damals links des Rheins.

Um 1800 war das Deutsche von französischen Vokabeln stärker geprägt als heute von Anglizismen. Gegen diese - wortwörtlich: - "Besudelung" wehrte sich Joachim Heinrich Campe besonders energisch. Der Wörterbuch-Herausgeber versuchte, die ihm verhassten "Zwitterworte" künstlich einzudeutschen. Das Insekt sollte "Kerbtier", die Nase "Gesichtserker", die Mumie "Dörrleiche" heißen.

Diese Eindeutschung um jeden Preis stieß auf Gegenwehr. Goethe und Schiller verspotteten diese Art von Sprachschutz als primitiv. Es war ihnen zu grobschlächtig, statt wohlklingender Worte wie "Friseur" oder "Figaro" den deutschtümelnden "Haarkräusler" artikulieren zu müssen. Überdies fiel nicht nur den beiden Großdichtern auf, dass Fremdwörterhass mit Fremdvölkerhatz Hand in Hand ging.
Geschichte wiederholt sich immer wieder.

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#41

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 22:05
von AndyOSW • 631 Beiträge
Aus dem Aktionsprogramm der NPD:

"Sprache, Kultur und Brauchtum sind zentrale Bestandteile menschlicher Identität. Der Staat hat diese zu fördern und nicht durch multikulturellen Wahnsinn zu vernichten!"

"Zum geistigen Grundbesitz des gebildeten Staatsbürgers gehört:
• die vollständige Beherrschung der deutschen Muttersprache und Einsicht in die Schönheit und Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Das Erlernen von Fremdsprachen schon im Vor- oder Grundschulalter lehnen wir ab. Sprache prägt den heranwachsenden Menschen ungleich stärker als den Erwachsenen. Priorität gilt daher der Schaffung der Vertrautheit des Kindes mit seiner Muttersprache."

"Die Grundschule dient dem Erwerb der grundlegenden Fähigkeiten für die weitere Ausbildung. Grundkenntnisse, die hier nicht erworben werden, beeinträchtigen nachhaltig den weiteren Fortgang der Bildungskarriere. Daher ist dem Vertrauten Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift sowie der Aneignung mathematischer Grundfähigkeiten höchste Priorität beizumessen. Daher sollte der eigenständigen Beschäftigung mit Lektüre und der damit zu schaffenden Faszination für das Lesen eine zentrale Bedeutung beigemessen werden.
Zusätzlich sollten Sprachtests als Voraussetzung zur Einschulung eingeführt werden, einerseits um das Niveau des Unterrichtes nicht durch sprachbehinderte Kinder zu senken und andererseits, um diese Kinder nicht schon frühzeitig im Bildungsalltag scheitern zu lassen."

Aber:

"Gemischtsprachigen Unterricht für Schulklassen mit hohem Ausländeranteil lehnen wir schärfstens ab. Ausländische Kinder sollen in homogenen Klassenverbänden und in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, um eine spätere Reintegration in den Heimatländern zu erleichtern."

Was denn nun? Förderung der deutschen Sprache oder Ghettobildung? Parallelgesellschaften?

Diese Themen werden übrigens in ganzer Breite im VDS-Forum von den dortigen Rechts-Auslegern, die sich stolz "Nicht-Linke" nennen, erörtert.

In genau derselben unausgegorenen Art und Weise. Zufall? Geistige Verwandschaft?
zuletzt bearbeitet 10.04.2008 22:07 | nach oben springen

#42

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 22:37
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Zitat von AndyOSW
"Gemischtsprachigen Unterricht für Schulklassen mit hohem Ausländeranteil lehnen wir schärfstens ab. Ausländische Kinder sollen in homogenen Klassenverbänden und in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, um eine spätere Reintegration in den Heimatländern zu erleichtern."

Was denn nun? Förderung der deutschen Sprache oder Ghettobildung? Parallelgesellschaften?




Weder, noch. Migrantenkinder sollen die Sprache ihrer Herkunftsländer lernen, damit man sie besser zurückschicken kann. Denn das ist das Endziel.
zuletzt bearbeitet 10.04.2008 22:47 | nach oben springen

#43

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 23:09
von AndyOSW • 631 Beiträge

Aber wozu dann die Sprachtests?

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#44

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 10.04.2008 23:22
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Zitat von AndyOSW
Aber wozu dann die Sprachtests?


Um "sprachbehinderte" Kinder oder Kinder von Migranten schon vor der Einschulung auszusieben. Damit sie den Spracherwerb und die Schullaufbahn des gesunden Teutonensprosses nicht beeinträchtigen.
zuletzt bearbeitet 10.04.2008 23:36 | nach oben springen

#45

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 11.04.2008 08:00
von Sprachforum • 8 Beiträge

Zitat von AndyOSW
Aus dem Aktionsprogramm der NPD:

"Sprache, Kultur und Brauchtum sind zentrale Bestandteile menschlicher Identität. Der Staat hat diese zu fördern und nicht durch multikulturellen Wahnsinn zu vernichten!"

"Zum geistigen Grundbesitz des gebildeten Staatsbürgers gehört:
• die vollständige Beherrschung der deutschen Muttersprache und Einsicht in die Schönheit und Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Das Erlernen von Fremdsprachen schon im Vor- oder Grundschulalter lehnen wir ab. Sprache prägt den heranwachsenden Menschen ungleich stärker als den Erwachsenen. Priorität gilt daher der Schaffung der Vertrautheit des Kindes mit seiner Muttersprache."

"Die Grundschule dient dem Erwerb der grundlegenden Fähigkeiten für die weitere Ausbildung. Grundkenntnisse, die hier nicht erworben werden, beeinträchtigen nachhaltig den weiteren Fortgang der Bildungskarriere. Daher ist dem Vertrauten Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift sowie der Aneignung mathematischer Grundfähigkeiten höchste Priorität beizumessen. Daher sollte der eigenständigen Beschäftigung mit Lektüre und der damit zu schaffenden Faszination für das Lesen eine zentrale Bedeutung beigemessen werden.
Zusätzlich sollten Sprachtests als Voraussetzung zur Einschulung eingeführt werden, einerseits um das Niveau des Unterrichtes nicht durch sprachbehinderte Kinder zu senken und andererseits, um diese Kinder nicht schon frühzeitig im Bildungsalltag scheitern zu lassen."

Aber:

"Gemischtsprachigen Unterricht für Schulklassen mit hohem Ausländeranteil lehnen wir schärfstens ab. Ausländische Kinder sollen in homogenen Klassenverbänden und in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, um eine spätere Reintegration in den Heimatländern zu erleichtern."

Was denn nun? Förderung der deutschen Sprache oder Ghettobildung? Parallelgesellschaften?

Diese Themen werden übrigens in ganzer Breite im VDS-Forum von den dortigen Rechts-Auslegern, die sich stolz "Nicht-Linke" nennen, erörtert.

In genau derselben unausgegorenen Art und Weise. Zufall? Geistige Verwandschaft?


Wohl kaum, siehe http://www.deutsche-sprachwelt.de/forum/parteien.shtml: "Sich zu einer verständlichen und bürgernahen Sprache zu verpflichten, kann nicht zur Sache einer radikalen Randpartei gemacht werden, die sich zudem selbst durch fragwürdige Äußerungen immer wieder ins Abseits stellt."

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