#76

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 20.08.2008 19:51
von Laurissa • 30 Beiträge

Zu was wollen Sie meine Meinung lesen/hören?

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#77

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 21.08.2008 10:25
von AndyOSW • 631 Beiträge
Das war nur allgemein gemeint. Und herzlich willkommen im Forum!
zuletzt bearbeitet 21.08.2008 10:26 | nach oben springen

#78

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 21.08.2008 15:06
von Laurissa • 30 Beiträge

Eine weitere Anmerkung:

Die Anfeindungen gegen die JF erinnern mich stark an das Wirken der Stasi in der ehemaligen DDR. Die Junge Freiheit und ihre Leser werden pauschal und undifferenziert des Rechtextremismus verdächtigt, um sie so politisch und sozial zu isolieren.

Stephan Braun, SPD-Landtagsabgeordneter in BW und Herausgeber der hier bereits angeführten "kritischen Studie" zur JF, präsentierte beispielsweise auf seiner Webseite über einen längeren Zeitraum eine Liste, die die Namen vieler JF-Leser enthielt. Die Überschrift lautete: Wer sich mit der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit solidarisiert. Darunter waren dann die Namen von 43 JF-Lesers aufgeführt, ergänzt durch weitere Informationen (z. B. "Bekannt als Leserbriefschreiber in der JF"). Anderen Personen wurde in der Liste zu Last gelegt, einen Appell für die Pressefreiheit unterzeichnet zu haben. (Unterzeichner dieses Appells waren seinterzeit u.a. Joachim Fest (FAZ) und Helmut Markwort (Focus).

Was Stephan Braun da betrieben hat, war meiner Meinung nach ekelerregendes Denunziantentum. Seine Liste beruhte nicht auf strafrechtlich relevanten Fakten, sondern auf reiner Verdachtsberichterstattung. Motto: "Wer die JF liest, ist verdächtig und zur Ausgrenzung freigegeben."

An dieser Denunziation sind leider neben linksextremen Anfifa-Organisationen und dem Verfassungsschutz auch viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Wie in diesem Forum geschehen, werden unreflektiert und ungeprüft all die Dinge verbreitet, die man irgendwann irgendwo mal über die "böse JF" gehört oder gelesen hat. Und von der Verdachtskeule ist dann plötzlich nicht mehr nur die JF selbst betroffen, sondern letztlich alle Personen und Organe, zu denen sich irgendwelche Querverbindungen herstellen lassen, etwa die "Deutsche Sprachwelt". Motto: "Wer sich an der allgemeinen Denunziation nicht beteiligt, der ist auch verdächtig und gehört ausgegrenzt!"

In der ehemaligen DDR war es die Stasi mit ihren IMs, die für ein Klima der Isolierung und Verunsicherung sorgte. Wurde eine bestimmte Person für "verdächtig" erklärt, griff die Stasi in das persönliche und berufliche Leben der "verdächtigen Person" ein, um sie sozial zu isolieren.

Genauso werden heute vor allem JF-Leser bekämpft - und das im Namen der Demokratie!

Im Verfassungsschutzbericht werden tatsächliche Verfassungsfeinde genannt und angebliche zumindest dem Verdacht der Verfassungsfeindlichkeit ausgesetzt. Der Verfassungsschutzbericht wirkt wie ein Schandpfahl. Die Aufnahme in den Verfassungsschutzbericht kommt einer sozialen Ächtung gleich. Um den Verdacht zu verbreiten, ist der Verfassungschutz auf die tatkräftige Mithilfe politisch korrekter Bürger und der Medien, aber auch auf die Unterstützung linksextremer Antifa-Organisationen angewiesen. Medien, Bürger und Linksextreme denunzieren mit einer Stimme und machen dabei vor niemandem halt. Erinnert sei an den CDU-Politiker Peter Krause, der nicht Landesminister in Thüringen werden durfte, weil er mal drei Monate für die JF geschrieben hatte. Seine ehemalige Nähe zu einer für "verdächtig" erklärten Zeitung reichte aus, um ihn kaltzustellen. Problematische Artikel konnte man Krause, einem DDR-Bürgerrechtler der Wendezeit, nämlich nicht vorhalten.

"Mucker- und Denunziantentum, Furcht und politische Erpressung sind niemals mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu rechtfertigen, sie sind das Gegenteil davon. (...) In der DDR fand die IM-Tätigkeit im verborgenen statt und war mit Scham behaftet. Heute wird politisches Denunziantentum als demokratisches Engagement gefeiert und gilt als preiswürdig. Die psychiatrische Medizin rechnet den Schamverlust zu den Symptomen beginnenden Schwachsinns."

(Thorsten Hinz in der aktuellen JF)


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#79

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 22.08.2008 00:08
von AndyOSW • 631 Beiträge

Und zu was macht uns das jetzt? In diesem Forum ist sich kritisch mit den Inhalten der JF auseinandergesetzt worden, das werden Sie akzeptieren müssen, wir akzeptieren auch Ihre Kritik an unserer Kritik. Was soll der Vergleich Stasi zu was weiß ich (meinten Sie den Verfassungsschutz?). Eine bekanntes Mittel, von den Inhalten abzulenken, die eine Überwachung des Blattes geraten erscheinen. Und nicht dass Sie es wieder vergessen: Auch linksgerichtete Parteien und ihre Blätter werden überwacht.

Und ich verdächtige die JF nicht des Rechtsextremismus. Sie fördert ihn ganz einfach in meinen Augen. Das ist kein Verdacht von mir, sondern eine Einschätzung nach der Lektüre einiger JF-Artikel und einiger anderer Artikel von JF-Autoren. Oder es war das Bruder-im-Geiste-Blatt "Deutsche Stimme", so ganz kann man die nicht auseinanderhalten. Aber das ist meine persönliche Einschätzung.

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#80

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 22.08.2008 15:38
von Laurissa • 30 Beiträge

In diesem Forum hat sich niemand kritisch mit den Inhalten der JF auseinandergesetzt. Ich habe in diesem Thread keinen Beitrag gelesen, der sich wirklich mit den Inhalten der JF beschäftigt hat. Alle JF-"kritischen" Artikel waren geprägt von Desinformationen und Vorverurteilungen.

Schamane, ein Moderator dieses Forums, hat am 06.04.2008 darauf hingewiesen, daß Thomas Paulwitz an dem vom JF-Verlag herausgegebenen Buch "Rettet die deutsche Sprache" als Autor beteiligt gewesen ist. Diese Information garniert er mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat des JF-Kolumnisten und ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurs der Tageszeitung 'Die Welt', Günter Zehm. Über die Inhalte des angeführten Buchs schrieb Schamane nichts. Zur Information: Das Buch enthält eine Sammlung von JF-Artikeln zum Kampf gegen die Rechtschreibreform und gegen Anglizismen, darunter sieben Artikel von Thomas Paulwitz, zwei von Manfred Riebe und einer von der Verlegerin Karin Pfeiffer-Stolz. Das intellektuelle Sahnehäubchen des Buchs ist übrigens ein Artikel von Günter Zehm ("Ein lebendiger Organismus").

Einen Tag später wirft Schamane Thomas Paulwitz seine Autorentätigkeit für die JF vor. Dabei geht er mit keinem Wort auf Inhalte ein. Allein die Autorentätigkeit macht Paulwitz für Schamane zur Un-Person.

Eine weitere Information: Die JF wird nicht mehr vom Verfassungsschutz überwacht. Das Bundesverfassungsgericht hat diese Überwachung vor einigen Jahren für unrechtmäßig erklärt, weil die Verdachtsberichterstattung einen Eingriff in die Pressefreiheit darstelle.

Die Behauptung, daß die "Deutsche Stimme" ein "Bruder im Geiste" sei, ist eine unverschämte Beleidigung, die ich zurückweise. Ich erinnere noch einmal daran, wer für die JF schreibt bzw. in jüngerer Vergangenheit geschrieben hat: Hans Apel (SPD), Karl Feldmeyer (FAZ), Peter Kuntze (Süddeutsche), Jürgen Liminski (Deutschlandfunk), Klaus Peter Krause (FAZ), Hans-Olaf Henkel, Peter Scholl-Latour, Norbert Geis (CSU), Thomas Paulwitz (Deutsche Sprachwelt), Frederick Forsyth, Josef Kraus (Deutscher Lehrerverband), Rolf Stolz (Mitbegründer der Grünen), Wilhelm Hankel (Währungsexperte und Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium unter Karl Schiller), Karl Albrecht Schachtschneider (Professor für ÖR an der Uni Erlangen/Nürnberg), Fritz Schenk (ZDF), Rolf Hochhuth (Schriftsteller), Theodor Ickler sowie Heinrich Lummer (ehem. Bürgermeister und Innensenator a.D. von Berlin).

Diese Namen klingen verdammt nach NPD-Nazi-Umfeld!

Und Ephraim Kishon, den ich ja hier bereits zitiert habe, war wohl geistig total weggetreten, als er im JF-Interview sagte: "Sie sind "rechtsgerichtet", weil Sie nicht linksgerichtet sind. Ihr niveauvolles Blatt ist nicht radikal, es ist nicht einmal, was man "rechts" nennt, sonst hätte ich Ihnen kein Interview gegeben."

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#81

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 22.08.2008 16:57
von AndyOSW • 631 Beiträge

Sie nehmen die Begriffe "kritisch" und "Kritik" etwas anders wahr als ich. Ich kritisiere die Inhalte der JF als mit meiner persönlichen Einstellung und Erfahrung als größtenteils nicht vereinbar. Ich habe einige Artikel, Kommentare und Meinungen (allesamt redaktionell) aus der JF gelesen und inhaltlich verstanden. Setze ich mich damit in Ihren Augen mit der JF kritisch auseinander oder nicht?

Wer hat wann Herrn Paulwitz zur Unperson erklärt? Den Begriff in diesem Zusammenhange höre ich von Ihnen zum ersten Male. In den von Ihnen wahrscheinlich gemeinten Beiträgen sind nur offensichtliche inhaltliche und personelle Beziehungen der rechtskonservativen Presse zu einigen "Sprachwahrern" bzw. umgekehrt aufgezeigt worden. Daraus kann sich jeder selbst einen Reim machen.

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#82

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 24.08.2008 18:51
von Andrew • 162 Beiträge
Zitat von Laurissa


Die JF sieht sich selbst als liberal- und nationalkonservatives Medium, als Gegenpol zur politisch korrekten, an den Mainstream angepaßten Berichterstattung der deutschen Presse.

Die JF berichtet über Themen, die in anderen Zeitungen nicht oder so nicht stattfinden.




Wie definieren Sie bzw. wie definiert die JF „liberal”, „nationalkonservativ” und „politisch korrekt”? Warum ist es politisch unkorrekt, über den EU-Vertrag und das GG zu diskutieren? Was wären einige andere Themen, die in der JF aber nicht in anderen Zeitungen vorkommen?

Den Vergleich zwischen dem Rechtsstaat und der Stasi von Ihnen und Thorsten Hinz finde ich inakzeptabel, er ist m.E. auch eine Beleidigung der Opfer des DDR-Regimes.
zuletzt bearbeitet 24.08.2008 18:53 | nach oben springen

#83

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 24.08.2008 21:23
von Laurissa • 30 Beiträge

1. Lissabon-Vertrag

Niemand hat behauptet, daß es politisch unkorrekt sei, über den Vertrag von Lissabon zu diskutieren. Im Gegenteil: Die JF ist die einzige Zeitung in Deutschland, die von Anfang an offen darüber berichtet hat, daß 'Lissabon' wesentliche Eckpfeiler unserer Demokratie außer Kraft setzt. Während alle anderen Medien zunächst Hofberichterstattung betrieben und unkritisch die Zustimmung des Deutschen Bundestages begrüßten, war es die JF, die den Kritikern des Vertrages eine Plattform bot. Laut Prof. Karl Albrecht Schachtschneider, Professor für ÖR an der Universität Erlangen/Nürnberg, wird Deutschland nach 'Lissabon' keine Demokratie mehr sein. Schachtschneider hat den Vertrag von Lissabon daher als "Diktaturverfassung" bezeichnet. Gemeinsam mit dem CSU-MdB Peter Gauweiler klagt er gegen 'Lissabon' vor dem BVG in Karlsruhe.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...936ca347.0.html
http://www.jf-archiv.de/archiv08/200822052301.htm

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben dem Vertrag von Lissabon zugestimmt, ohne sich darüber im klaren zu sein, was sie da "abnicken". In jede Kamera sagten sie, die EU werde durch 'Lissabon' "demokratischer" - eine absurde Behauptung, denn ein System ist entweder demokratisch oder nicht; ein bißchen demokratisch geht nicht. Und wie bitteschön kann die EU demokratischer werden, wenn der Deutsche Bundestag und das Bundesverfassungsgericht gleichzeitig faktisch ausgehebelt werden!?

Erst nachdem die JF deutliche Kritik an 'Lissabon' geäußert hatte, zogen andere Medien nach:

Heribert Prantl, Chefredakteur der 'Süddeutschen Zeitung', schrieb dazu am 23.05.2008:

"Wenn das Gericht [das BVG] nun gegen diesen Vertrag [von Lissabon] nicht einschreitet, wäre das die Zustimmung zu seiner juristischen Kastration. In Karlsruhe steht ein deutsch-europäischer High Noon bevor."

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/846/176315/

Im 'Spiegel' vom 11.08.2008 erschien ein Doppel-Interview mit Peter Gauweiler und dem Lissabon-Verfechter Martin Schulz (SPD). Bezeichnenderweise kann man das Interview nicht auf 'Spiegel Online', sondern nur auf Peter Gauweilers Webseite nachlesen. Wer das Interview liest, wird bemerken, daß Schulz den Argumenten Gauweilers nichts entgegenzusetzen hat.

Vor einigen Wochen durfte Karl Albrecht Schachtschneider zu später Stunde in der Phoenix Runde auftreten. In meinen Augen ist es ein Skandal, daß eine so weitreichende Entscheidung wie die Zustiummung zu 'Lissabon' nur in Spartenkanälen und in kleinen Medien wie der JF diskutiert wird. Und eben dies liegt an der in Deutschland herrschenden Political Correctness. Kritik an der EU ist tabu, selbst wenn das Grundgesetz ausgehebelt wird. Und Medien wie die 'Süddeutsche Zeitung' oder der 'Spiegel' scheinen diese Political Correctness nur widerwillig durchbrechen zu wollen.

2. Themen der JF

Überzeugen Sie sich doch selbst davon, indem Sie das kostenlose Online-Archiv der Zeitung benutzen. Viele Themen sind so komplex, daß es hier den Rahmen sprengen würde, sie genauer zu erläutern. Daher nur einige Stichpunkte: Kritik am Konzept des Gender Mainstreaming, Kritik an der sogenannten Familienpolitik von Ursula von der Leyen, Berichterstattung über den skandalösen Umgang der Bundesregierung mit den Bürgern, die in der ehemaligen DDR enteignet, nach 1990 aber nicht entschädigt wurden. (uvm!)

3. Vergleich Stasi - Verfassungsschutz

Lesen Sie den Artikel von Thorsten Hinz. Der Autor (Jahrgang 1962) stammt selbst aus der ehemaligen DDR. Mit einem an der DDR-Diktatur geschulten feinen Gespür für Gängelungs-, Bekenntnis- und Unterwerfungsrituale geht es Thorsten Hinz nicht darum, Stasi und Verfassungsschutz gleichzusetzen. Ihm geht es lediglich darum, zu zeigen, daß ihn einige Methoden des Verfassungsschutzes an die Stasi erinnern.

Im Verfassungsschutzbericht werden tatsächliche Verfassungsfeinde genannt und angebliche zumindest dem Verdacht der Verfassungsfeindlichkeit ausgesetzt. Der Verfassungsschutzbericht wirkt wie ein Schandpfahl, denn der Einsatz der "Verdachtskeule" bedeutet das Ende für den Verdächtigten. Und Thorsten Hinz weist darauf hin, daß die Stasi ähnlich vorgegangen ist: "Mucker- und Denunziantentum, Furcht und politische Erpressung sind niemals mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu rechtfertigen, sie sind das Gegenteil davon. (...) In der DDR fand die IM-Tätigkeit im verborgenen statt und war mit Scham behaftet. Heute wird politisches Denunziantentum als demokratisches Engagement gefeiert und gilt als preiswürdig. Die psychiatrische Medizin rechnet den Schamverlust zu den Symptomen beginnenden Schwachsinns."

Beispiel: Der CDU-Politiker Peter Krause durfte in Thüringen nicht Minister werden, nachdem ihm seine politischen Gegner in einer von den Medien mitgetragenen Kampagne seine ehemalige Autorentätigkeit für die JF vorgeworfen hatten. Was Krause geschrieben hatte, war irrelevant. Seine Gegner konnten auch keinen fragwürdigen Artikel von ihm auftreiben, obwohl ja alle in der JF erschienenen Artikel im Online-Archiv der Zeitung frei zugänglich sind. Die Kampagne gegen Krause war Denunziantentum in Reinform. Alle droschen munter auf ihn ein - angeblich im Namen der Demokratie!

Der Rechtsstaat ist ein hohes Gut. Wenn er sich aber zum Unrechtsstaat wandelt, sollte man das, getreu dem Motto: Wehret den Anfängen!, ansprechen dürfen. Und dies hat Thorsten Hinz in seinem Aufsatz getan.


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#84

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 25.08.2008 21:19
von Fritz-Franz • 675 Beiträge
Seltsam nur, daß sich Peter Krause in einer schriftlichen Erklärung von der rechtsgerichteten Zeitung Junge Freiheit distanzierte.

Gruß von Fritz-Franz

P.S.: Siehe auch dort (zuunterst).
zuletzt bearbeitet 25.08.2008 21:39 | nach oben springen

#85

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 25.08.2008 22:58
von Laurissa • 30 Beiträge

Ja, was sollte der arme Herr Krause auch sonst tun!?! In CDU- und JU-Kreisen ist die Junge Freiheit inoffiziell eine sehr beliebte Zeitung. Besuchen Sie mal einen JU-Parteitag! Dann werden Sie sehen, was ich meine. Die offizielle Linie, die z. B. der JU-Vorsitzende Mißfelder vorgibt, ist aber: Kein Kontakt zur Jungen Freiheit. Da stört es die CDU-Oberen auch nicht, daß mit Norbert Geis (CSU) einer ihrer Bundestagsabgeordneten ständiger Kolumnist bei der JF ist.

Die offizielle Distanzierung von der JF ist vor allem machtpolitisch motiviert. Die CDU wird bereits seit Jahren für mögliche Koalitionen mit den Grünen zurecht geschliffen. Dabei stören a) die konservative CDU-Basis und b) der konservative CDU-Nachwuchs. Für letzteren ist Mißfelder verantwortlich, er hat vermutlich die Anweisung des CDU-Präsidiums, konservative Positionen in den Nachwuchsorganisationen zu unterdrücken und öffentliche Kritik - z.B. via JF - aus dieser Richtung zu verhindern...

In CDU und JU haben heute vielfach die Technokraten das Sagen - Leute, denen es keinesfalls um Inhalte, sondern ausschließlich um die (Aus-) Nutzung der Partei-Strukturen und -Prozesse zur Förderung der eigenen Karriere geht. Und wenn ein Mißfelder die Chance sieht, in absehbarer Zeit mit den Grünen oder der Linkspartei eine Regierung zu bilden, dann wird er das tun. Und er wird alle, die ihn daran hindern könnten - z.B. indem sie auf konservative Positionen bestehen - zum Schweigen bringen und / oder aus der Partei entfernen.

Vor diesem Hintergrund muß die Selbstdistanzierung von Peter Krause gesehen werden. Auf vielen CDU-Politikern lastet heute großer Druck. Viele sind mit dem Beliebigkeitskurs von Angela Merkel sehr unzufrieden. Viele CDU-Funktionäre haben aber nicht den Mut und das Durchhaltevermögen, sich gegen die Partei zu stellen. Sie wissen ja dank zahlreicher Exempel, was ihnen blüht: der Ausschluß und die soziale Isolation. Da ziehen sie dann doch lieber den Schwanz ein und kehren auf die Linie der Parteiführung zurück.

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#86

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 26.08.2008 23:58
von AndyOSW • 631 Beiträge
Zitat von Laurissa
In CDU- und JU-Kreisen ist die Junge Freiheit inoffiziell eine sehr beliebte Zeitung. Besuchen Sie mal einen JU-Parteitag! Dann werden Sie sehen, was ich meine. Die offizielle Linie, die z. B. der JU-Vorsitzende Mißfelder vorgibt, ist aber: Kein Kontakt zur Jungen Freiheit. Da stört es die CDU-Oberen auch nicht, daß mit Norbert Geis (CSU) einer ihrer Bundestagsabgeordneten ständiger Kolumnist bei der JF ist.
Warum diese Heimlichtuerei bei den derzeit staatstragenden Christdemokraten, wenn die "Junge Freiheit" doch eine anerkannte Zeitung in den Kreisen dieses Spektrums ist?
zuletzt bearbeitet 26.08.2008 23:58 | nach oben springen

#87

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 27.08.2008 15:21
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Wir drehen uns im Kreise und tanzen Ringelreihe. „Der arme Herr Krause“ – ist er obdachlos? Wenn ja, dann rufe ich die Kleriker zu einer Kollekte auf – zu seinen Gunsten.

Gruß von Fritz-Franz

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#88

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 27.08.2008 20:56
von Laurissa • 30 Beiträge
Zitat von AndyOSW
Warum diese Heimlichtuerei bei den derzeit staatstragenden Christdemokraten, wenn die "Junge Freiheit" doch eine anerkannte Zeitung in den Kreisen dieses Spektrums ist?


Keine Heimlichtuerei. Eher Verlogenheit.

Daß wir uns ein wenig im Kreis drehen, liegt m.E. daran, daß diejenigen, die die JF kritisieren, sie i.d.R. noch nie gelesen haben. Daher ist die Kritik, die von diesen Leuten an der JF geäußert wird, meist auch ziemlich pauschal und oberflächlich.
zuletzt bearbeitet 27.08.2008 21:03 | nach oben springen

#89

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 29.08.2008 03:55
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Ich kenne ein gutes und bewährtes Rezept: Pauschale und oberflächliche Kritik ist zu ignorieren.

Gruß von Fritz-Franz

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#90

RE: "Deutsche Sprachwelt" wirbt für "Junge Freiheit"

in Aktivitäten zur Sprachpflege 30.08.2008 11:42
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge
Zitate von "Laurissa" in grün.
-----------------------------------------


...wer die JF kritisiert, hat sie i.d.R. noch nie selbst gelesen.

Damit kann ich nicht gemeint sein.

Kleiner Tip an den Eröffner dieses Threads:

Damit muß ich wohl gemeint sein.

Wikipedia ist als Quelle denkbar ungeeignet, denn dort bestimmt nicht die Wahrheit über das Geschriebene, sondern derjenige, der am lautesten schreit.

Damit steht die Wikipedia nicht ganz alleine. Auch in stramm konservativen Kreisen soll dieses Gebaren schon beobachtet worden sein.

Schamane, ein Moderator dieses Forums, hat am 06.04.2008 darauf hingewiesen, daß Thomas Paulwitz an dem vom JF-Verlag herausgegebenen Buch "Rettet die deutsche Sprache" als Autor beteiligt gewesen ist. Diese Information garniert er mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat des JF-Kolumnisten und ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurs der Tageszeitung 'Die Welt', Günter Zehm. Über die Inhalte des angeführten Buchs schrieb Schamane nichts.

Damit bin ich dann wohl ganz sicher gemeint.
Seien Sie versichert, das von mir angeführte Zitat Zehms paßt ganz hervorragend in den Kontext, zitiertes Buch, Junge Freiheit, Sprachwahrung und alles.

Einen Tag später wirft Schamane Thomas Paulwitz seine Autorentätigkeit für die JF vor. Dabei geht er mit keinem Wort auf Inhalte ein. Allein die Autorentätigkeit macht Paulwitz für Schamane zur Un-Person.

Damit bin ich wiederum nicht gemeint. Thomas Paulwitz ist eine Person, vielleicht auch eine schillernde Persönlichkeit, aber doch keine Unperson.

---

Eins scheinen unsere JF-Apologeten, die hier sporadisch auftauchen, gemeinsam zu haben: Sie kontern demokratisch legitime Kritik an der Ausrichtung ihres Periodikums in erster Linie mit unfundierten persönlichen Angriffen. Das geht dann so:

a) "Sie haben ja keine Ahnung!" (Anderer Standpunkt wird ungeprüft gleichgesetzt mit uninformiert)
b) "Lesen Sie die JF erst einmal!" (Hier ist jemand genaustens über meine Lektüre und Nichtlektüre informiert?)
c) "Stasi-Methoden" (Hier müssen wir aber "Sprachforum" in Schutz nehmen, der sich nicht in diese Tiefe begeben hat.)

Als letztes: inwieweit es "anrüchig" ist, eine nationalistische Haltung zu haben, das muß jeder für sich entscheiden. Meine Entscheidung ist es, dem trojanischen Pferd JF, dem ich sehr wohl auf den hohlen, aber nicht leeren Bauch geklopft habe, nicht soweit zu trauen, wie ich es schmeißen könnte. Trotz Vorzeigeisraeli* ("einige meiner besten Freunde ...") samt Feigenblatt-Liberalen, -Sozialdemokraten und -Linken ("nee, was sind wir heute wieder pluralistisch"). Aber das habe ich an anderer Stelle schon einmal gesagt.

-

* Wer hier Antisemitismus hineinlesen zu müssen meint, für den kann ich nichts tun.
zuletzt bearbeitet 30.08.2008 13:17 | nach oben springen


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