#1

Sprach- und Verständigungsprobleme

in Sprachpolitik 07.02.2008 23:45
von Fritz-Franz • 675 Beiträge
Was auch immer ich in diesem Forum äußere – es sind Stichworte, die zum Nachdenken anstacheln sollen. Meine stumpfen Worte taugen jedoch nicht, jemanden zu erstechen.

„Die Zeitung ‚Südostschweiz‘ spricht von einer ‚Entgleisung, wie man sie in Bundesbern zuvor wohl noch nicht gehört hat‘. Am letzten Freitag diskutierte die Wissenschaftskommission des Nationalrats über die Forschung am Menschen. Wie mehrere Nationalräte gegenüber der ‚Südostschweiz‘ wie auch der ‚Tagesschau‘ des Schweizer Fernsehens bestätigten, habe Bundespräsident und Bildungsminister Couchepin erklärt, es brauche in diesem Bereich eine klare Gesetzgebung, sonst könne es zu Szenen kommen wie im Dritten Reich, als ein SS-Arzt sein Unwesen trieb – ‚fast hätte ich Doktor Mörgele gesagt, natürlich meine ich aber Mengele‘.“

„Christoph Mörgeli ist bekanntlich selber kein Freund subtiler Formulierungen. Gegenüber der ‚Tagesschau‘ erklärte er jedoch, Couchepins Spruch sei eine ‚ungeheure Beleidigung‘ und eine ‚Verharmlosung des Holocaust‘. Als Bundespräsident müsse Pascal Couchepin die Schweiz dieses Jahr gegen aussen vertreten. ‚So ist er in diesem Amt nicht tragbar.‘“

Quelle

Können Verbrechen verharmlost werden? Ja, lautet meine Antwort darauf, wenn Recht Unrecht wird und unten oben ist. So und nicht anders können Verbrecher von Richtern und Rechtsverdrehern freigesprochen werden. Um nicht abzuschweifen, frage ich sofort: Hat der Name ‚Mörgeli‘ solches Gewicht, eine solch’ schwere Bedeutung, daß er zur Verharmlosung eines der schrecklichsten aller jemals von Menschen begangenen Verbrechen taugt?

Wenn ein Idiot zu einem Idioten sagt: Du bist ein Idiot – und er zur Antwort bekommt: Du auch – dann besteht die Möglichkeit, daß sich bald zwei Gleichgesinnte begrüßen.
zuletzt bearbeitet 08.02.2008 00:04 | nach oben springen

#2

RE: Sprach- und Verständigungsprobleme

in Sprachpolitik 08.02.2008 16:28
von AndyOSW • 631 Beiträge

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich weder Herrn Couchepin noch Herrn Mörgeli kenne.

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#3

Zeichensprache

in Sprachpolitik 08.02.2008 20:56
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Macht nichts!

„Das Militärgericht in Yverdon VD hat drei Armeeangehörige aus der Romadie zu 15, 25 und 40 Tagessätzen bedingt verurteilt. Dies, weil sie in einer Rekrutenschule den Hitlergruss gezeigt und rassistische Sprüche gemacht hatten.

Diese Delikte wollen Christoph Blocher, Christoph Mörgeli, Ulrich Schlüer und Claudio Zanetti wieder straffrei machen. Für sie gehören der Hitlergruss, öffentliche rassistische Aufrufe (wie auch die Leugnung von Völkermord) zur Meinungsäusserungsfreiheit und müssen wieder erlaubt werden.“ – NZZ-Votum

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