#1

READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 02.05.2008 21:42
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Die FAZ hat einen.

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#2

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 03.05.2008 07:29
von AndyOSW • 631 Beiträge
Die Idee an sich ist gut - der Name mehr als fragwürdig. Oder aber provokativ gemeint, damit sich die "Reader" einen Kopf machen, wie der "Lesesaal" denn auf deutsch genannt werden könne...
zuletzt bearbeitet 03.05.2008 07:30 | nach oben springen

#3

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 03.05.2008 10:36
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Zitat von Friedrich Eversberg
Bezeichnung sekundär

Es kommt wirklich nicht drauf an. Man darf sogar Reading Room ohne Bindestrich schreiben – manche Wörterbücher lassen das durchgehen, sogar Hornby. Es kommt auf die Substanz der Beiträge an und darauf, ob man geneigt ist, damit Zeit zu verbringen, so man welche hat. Viele Angelsachsen kommen hier wohl nicht vorbei, daher ist es auch egal, ob die das "hard to understand" finden.

Was ich nicht verstehe und nicht akzeptiere, das ist, dass man den Teilnehmern ungefragt ein ss für ein ß unterschiebt. Vermutlich sollen die hier mitlesenden Erstkläßler nicht verwirrt werden, aber unter solchen Vorzeichen bin ich nicht geneigt, hier noch mehr Zeit zu verbringen.


Zitat von Friedrich Eversberg
Jeder blamiert sich, so gut er kann

Die korrekte Schreibweise ist "reading-room", schaut denn keiner in ein Wörterbuch? Denn ohne Bindestrich würde es "Lesender Raum" bedeuten.
Trotzdem wird man die Bezeichnung, darauf wette ich, beibehalten. Man hat ja auch die unsägliche R-Reform gegen alle Vernunft am Ende doch noch mitvollzogen. Mit ein paar kleinen, feinen Ausnahmen zwar, aber das machte den Umfall nur noch blamabler.


Beide Zitate sind → dort zu finden.

Das ‚Space Shuttle‘ deutet es an: Die Gespräche sollen im luftleeren Raum stattfinden, geführt von Abgehobenen oder Außerirdischen, von solchen, die eine Antenne auf dem Kopf tragen. Wer kein Hellseher ist und keine Röntgenaugen hat, tappt im Dunkeln. Die miteinander verbündeten alles besser wissenden Schriftverschlimmbesserer haben ja keine Suchfunktion nötig.

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#4

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 03.05.2008 13:54
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

Zitat von Fritz-Franz
Die FAZ hat einen.


Cool.

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#5

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 07.05.2008 20:08
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Jetzt heißt der READING ROOM LESESAAL.

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#6

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 07.05.2008 20:12
von AndyOSW • 631 Beiträge

Warum nicht gleich so?

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#7

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 07.05.2008 20:31
von Fritz-Franz • 675 Beiträge

Andy, wie aber findet nun jemand diesen Lesesaal? Die Adresse lautet doch noch immer: http://readingroom.faz.net/limbach/leser_forum.php ? Müssen sich die FAZler eine neue Internetadresse für den Lesesaal zulegen?

Gruß von Fritz-Franz

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#8

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 07.05.2008 20:56
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

Zitat von Fritz-Franz
Jetzt heißt der READING ROOM LESESAAL.


Wie uncool.


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#9

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 07.05.2008 21:59
von AndyOSW • 631 Beiträge

Zitat von Fritz-Franz
Andy, wie aber findet nun jemand diesen Lesesaal? Die Adresse lautet doch noch immer: http://readingroom.faz.net/limbach/leser_forum.php ? Müssen sich die FAZler eine neue Internetadresse für den Lesesaal zulegen?
Gruß von Fritz-Franz
Der URL ist ja nur die technische Seite - unser beginnt ja auch mit "http" für hypertext transport protocol, wichtig ist, was drinnen im Lesesaal passiert.

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#10

RE: READING ROOM

in Deutsch in Medien und Literatur 08.05.2008 12:10
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

Hier die Begründung der FAZ für die Namensänderung:

"Reading Room" heißt jetzt "Lesesaal"
Die Begründung

Sprachpuristen atmen auf, Freunde der deutschen Sprache zufrieden durch, die unter dem schillernden Namen "Feuilleton" versammelte Redaktion spricht wieder eine Sprache: Nach kurzer Überlegung haben wir beschlossen, den provozierenden Widerspruch unseres englischnamigen Bücherforums zur Zukunft der deutschen Sprache aufzulösen: Unser virtueller Leser-Tummelplatz mit dem Taufnamen "Reading Room" wird in Zukunft "F.A.Z. Lesesaal" heißen.

Da sage noch jemand, Anglizismen hätten keinen Sinn im Deutschen. Irrtum - im vorliegenden Fall hat ein besonders perfider eine Debatte befeuert, die jetzt zu einem glücklichen Ende für all jene geführt hat, die an die Strahlkraft und Entwicklungsfähigkeit der deutschen Sprache glauben. Und wer wollte daran nicht glauben? Deutschtümelei? - Iwo! Eher ein Experiment mit der Hypothese, dass das Deutsche auch Entwicklungen der neuen Medien angemessen benennen kann.

Der neue Name entspricht damit dem von unseren Lesern im Internet und in - teils mit "Mein Herz gehört Deutschland"-Aufklebern oder beschrifteten Zeitungsausschnitten gespickten - Briefen an die Redaktion am häufigsten gemachten Vorschlag. Wäre die Befangenheit in der Verwendung halbenglischer Wörter und die Skepsis gegenüber dem Duden nicht so groß, man möchte den Vergleich mit einem jüngst in diesem Nachschlagewerk aufgenommenen, an die Fußball-WM erinnernden Begriff wählen: Die Redaktion sah sich einer "Fanmeile" für die deutsche Sprache gegenüber.

Auch wenn das Wort "Reading Room" mit seinen vielen positiven Assoziationen immer einen Platz in unserem mehrsprachigen Herzen behaupten wird, hat uns "Lesesaal" doch sogleich überzeugt, weil es einfach und klar ist, die für unser Forum wichtigste Tätigkeit, das Lesen, in den Vordergrund stellt und der Begriff "Saal" in seiner klassischen Altertümlichkeit schon fast wieder sinnempfänglich und damit geeignet für die Benennung neuer virtueller Räume ist. Einen in der Diskussion um die Neubenennung oft gegen "Lesesaal" ins Feld geführten Einwand kann man vielleicht mit dem Hinweis entkräften, dass das Internet heute schon viele wirkliche Lesesäle in Bibliotheken und Universitäten erschlossen hat, sodass sich das Lesen ganz neu-organisch mit dem Austausch über Gelesenes mittels Email oder der Teilnahme in einem Forum verbindet. Lesesäle haben heute ganz neue, direkter nach außen dringende Echos.

Zu erratisch erschienen uns hingegen in der Namensdiskussion anzutreffende Vorschläge wie "Lit.Faz.Säule", fast wehmütig ließen wir den "Literatur-Bus" vorbeifahren, die "Leseweide" erinnerte uns zu sehr ans Wiederkäuen, die "Schmökerecke" erweckte unliebsame Assoziation mit der Raucherkneipe. Der Vorschlag "BuchFAZetten" wurde von einem Kollegen mit dem Einwurf "Warum nicht FAZettels Raum" gekontert und schließlich verworfen.

Ein Bücherforum "Bücherforum" zu benamen wäre uns erschienen wie eine Zeitung "Zeitung" zu nennen, während wir bei dem Vorschlag "Fazecke" ehrlich gesagt einen Hintersinn gewittert haben. Über "Neigungsgruppe Buchbesprechung" haben wir sehr gelacht, den "Salon" als zu elitär verworfen. Voilà, es ist der demokratische Lesesaal, weltoffen und ohne Eintrittsbarrieren.


Uwe Ebbinghaus



Ich muß sagen, die "Lit.Faz.Säule" hätte mir auch gefallen.

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