Zitat von Rechter Europäer
Mit Gutmenschen sind Personen gemeint, die immer nur das scheinbar Gute von der Politik und allen Anderen fordern. Sie sind Linke, im Sinne von Internationalisten welche die Gleichheit aller Menschen fordern und glauben ihre Werte und Ziele wären allgemeingültig. Oft sind die Forderungen dumm und nicht zielführend, beispielsweise die Bekämpfung von Hunger und Krankheiten in der Dritten Welt, ohne Bevölkerungspolitik durchzusetzen. Gutmenschen sehen auch nicht ein, dass andere Menschen von der Politik erwarten das sie ihre Interessen auch auf Kosten Dritter vertritt. Ein gutes Beispiel ist auch der Irrsinn von der "Klimagerechtigkeit", also die Bevorzugung unterentwickelter Staaten in der Klimapolitik, was von vielen Kirchenvertretern, linken Journalisten usw. befürwortet wird.
Gutmenschen fordern also immer moralisches Verhalten zugunsten Dritter von ihrem eigenen Volk und seiner Politik, sie wollen was sie für eine bessere Welt halten, und sich selbst halten sie dabei für etwas Besseres und auch noch für besonders gebildet. Menschen die sich nur selber engagieren werden in der Regel nicht so bezeichnet, sondern eben solche die sich auf Kosten der Allgemeinheit in die Politik und Gesellschaft einmischen und wegen ihrer Netzwerke auch grossen Einfluss haben.
So war wohl Ihre Definition (eher Wertung) von "Gutmensch". Hier finde ich mich größtenteils wieder, Ihre Wertungen, Vorurteile usw. lasse ich mal außen vor. Ich möchte nur auf zwei, drei Punkte eingehen, damit Sie verstehen, was ich verstanden habe: Auch ich fordere das (nach Ihrer Meinung nur scheinbar) Gute von der Politik, Sie nicht? "Gut" ist doch immer eine Frage des Standpunkts. Auch ich stehe als Gewerkschaftsmitglied eher links, lehne also auch Wohlstand auf Kosten anderer ab. Auch ich finde den Hunger in der "Dritten Welt" nicht allzu gut und tue etwas dagegen. Und so weiter. Das sollte als (durchaus unvollständige) Charakterisierung meiner selbst genügen, Ihre anderen oben zitierten "Argumente gegen Gutmenschentum" lasse ich mal außen vor. Ich gestehe Ihnen Ihre Meinung zu, teile sie aber in weiten Bereichen nicht.
Ich fühle mich also sehr wohl von Ihrer Gutmenschen-Definition angesprochen, ich habe Ihren Text aufmerksam gelesen und sehr wohl verstanden.
Oder: Für Sie ist ein "Gutmensch" nur, wer alle die von Ihnen kritisierten Meinungen in sich vereint? Sie haben Ihre Formulierungen in dieser Hinsicht sehr vage gehalten...
Zitat von Rechter Europäer
3. Will ich überhaupt niemanden ermorden und foltern. Siehe oben, Textverständnis: manchmal, Lust, bestimmte Situation vs. konkret wollen oder vorhaben
Also, wenn Sie sagen, dass Sie bei solchen Leuten oftmals (nicht manchmal) die Mordlust packt, spricht das für sich, ob Sie es nun ausführen wollen oder nicht, alleine diese Formulierung ist mehr als krass, schon fast eine Morddrohung. Und Sie spitzen das Ganze auch noch mit Ihrer im selben Satze geäußerten "Lust zu foltern" so richtig zu, sicherlich nur unabsichtlich? So jedenfalls habe ich Ihren Text verstanden.
Gewalt gegenüber Menschen - auch wenn sie nur insgeheim gewünscht wird - ist inakzeptabel, ich hoffe, Sie stimmen mir da zu. Und wenn Sie diese "Mordlust" (Ihre Formulierung) nur überkommt, weil diese Menschen anders denken als Sie, wird es unerträglich für mich.
Aber vielleicht sehe ich es auch nur alleine so.