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Deutsch-Niederländische Handelskammer: Weniger Deutschkenntnisse - weniger Umsatz

in Sprachpolitik 17.01.2011 17:47
von Schamane • Moderator | 1.013 Beiträge

http://www.telegraaf.nl/mijnbedrijf/8753...?sn=mijnbedrijf

Aus der niederländischen Zeitung "De Telegraaf"
(Eigenübersetzung):

Weniger Exporte nach Deutschland
Beherrschung der deutschen Sprache läßt bei Unternehmern zu wünschen übrig
von Rob Savelberg

BERLIN - Die Umsatzrückgänge nach Deutschland sind nicht allein auf die Rezession zurückzuführen, sonden auch auf "weiche Faktorem" wie die Beherrschung deutscher Sprache und Umgangsformen.

Dies stellt die Deutsch-Niederländische Handelskammer DHVK fest. Zu Beginn der Woche hielt Bernhard Wientjes, Vorsityender des Unternehmerverbandes VCO-NCW, ein flammendes Plädoyer für mehr Interesse an dem wichtigen Nachbarland: "Es ist nicht gut, daß Deutsch in unserem Bildungssystem so schlecht dasteht."

Im Krisenjahr 2009 fiel der niederländische Export nach Deutschland nach Angaben des Statistikamtes CBS von 90,6 Mrd auf 73,2 Mrd Euro, ein Rückgang um gut 17%. Ein Jahr davor betrug der Rückgang nur 2,7%, als Folge der wirtschaftlichen Erholung. Aber unser Land verlor seinen Platz als größter Importeur nach Deutschland. Der größte Konkurrent China ist an den Niederlanden vorbeigezogen. Zuvor hatte das Königreich der Niederlande Frankreich diese Spitzenposition abgenommen.

Die DNHK pocht weiterhin auf Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur. Diese lassen bei niederländischen Schülern und Studenten und vor allem bei Unternehmern ernsthaft zu wünschen übrig. Hierdurch gehen jährlich Milliarden Euro verloren, bezifferte der Exportverband Fenedex. Für 2007 rechnet man mit ca. 7,8 Mrd Euro.

"Niederländer unterschätzen die Bedeutung von Etikette und Umgangsformen für die geschäftlichen Beziehungen mit deutschen Partnern", betont Niels Koekoek von der DNHK.

Da Niederländer die deutsche Sprache immer weniger gut beherrschten, gehe den Niederlanden dieses gewisse Extra verloren, aufgrunddessen niederländische Geschäftspartner für deutsche Firmen immer besonders attraktiv gewesen seien, so Wirtschaftsprofessor Kees van Paridon von der Erasmus-Universität Rotterdam.

Doch sei dies nicht der hauptsächliche Grund, weshalb China die Niederlande als wichtigster Importeur auf dem deutschen Markt überholt habe, stellt van Professor van Paridon fest. Ihm zufolge wäre unser Land ohne China immer noch die Nummer eins.


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 20:45 | nach oben springen


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