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  • "Gemäß" mit Genitiv?Datum13.05.2007 13:45
    Foren-Beitrag von Melina im Thema

    "Laut eines Berichts" ist meines Erachtens aber korrekt, wenngleich ich kein Experte für grammatikalische Fachfragen bin.

    Zum Thema Google-Grammatik fällt mir noch die Ebay-Orthographie ein. Gebt doch mal bei Ebay das Wort Kapuze mit "tz" geschrieben ein, also "Kaputze". Das Resultat: 1165 gefundene Artikel. Dem gegenüber stehen 4463 korrekt geschriebene Kapuzen. Also schreibt jeder fünfte Ebaynutzer das Wort falsch. Nicht vertippt, denn es findet sich ja ein Buchstabe, der dort nicht hineingehört, sondern schlichtweg falsch geschrieben. Finde ich erschreckend.



  • Mitarbeit erforderlich!Datum13.05.2007 13:33
    Foren-Beitrag von Melina im Thema

    Zitat von Bastian
    4) Das „Beamtendeutsch“ ist der einzige Stil, der keine Daseinsberechtigung hat. Während der Hauptwortstil zwar unanschaulich und tot ist, doch aber objektiv wirkt, ist das „Beamtendeutsch“ zusätzlich langatmig, gestopft und undurchschaubar durch Streckverben, Klemmkonstruktionen, Häufungen von adverbialen Bestimmungen. Es gibt keinen Grund, so zu schreiben, keinen Grund, „der Verlust tritt ein“ zu sagen, wenn man „verlieren“ meint.


    Dass Beamtendeutsch nicht mehr zeitgemäß ist und am Kunden vorbei geht, ist unstreitig. Bei uns auf der (beamtenähnlichen) Arbeit gibt es regelmäßig Lehrgänge, die den schönen Namen "Weg vom Verwaltungsdeutsch" tragen. Nachdem man an so einer Fortbildung teilnehmen durfte, geht man dann beschwingt und motiviert ans Werk, aber was nützt es, wenn all die Bestrebungen von einem Vor-Gesetzten konterkariert werden, der der Meinung ist, jeder müsse sich seinem Schreibstil von 1971 unterordnen. Und von diesen Sprachbremsen gibt es leider noch zu viele in deutschen Amtsstuben. Gleiches gilt im übrigen auch für den Schreibstil der Juristen, der gekennzeichnet ist durch eine passive Ausdrucksweise und die Verwendung von mehr Substantiven, als ein Satz vertragen kann.

    Im Prinzip hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder Beamtendeutsch oder hippes, extremst cooles Denglisch.






  • Hilfe, alle sprechen denglisch! Datum11.05.2007 20:14
    Thema von Melina im Forum F r e i s t i l

    Hallo zusammen!

    Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass ca. 70 % der Deutschen Denglischgegner sind. Wie erklärt es sich dann, dass quasi jeder meiner durchaus gebildeten Freunde und Bekannten (Altersgruppe 25-45 Jahre) nur noch shoppen geht und Events besucht? Es werden mit einer Selbstverständlichkeit Medienunwörter á la Public Viewing in den aktiven Wortschatz übernommen, dass mir Hören und Sehen vergeht. Ich denke, dass gerade in der Alterskohorte 20-50 Jahre nicht so viele Denglischgegner sind, wie die Umfrage uns suggerieren will. Nach außen hin sagt man natürlich "Denglisch? Pfui!", aber privat wird gecancelt, geshoppt usw....Wie empfindet ihr das? Plappern eure Freunde und Bekannten auch alles nach, was die Medien uns so vorsetzen? Hat was von Sisyphusarbeit, die Deutschen vom Denglischgeplapper wieder abbringen zu wollen.

  • Mitarbeit erforderlich!Datum11.05.2007 19:53
    Foren-Beitrag von Melina im Thema

    Hallo zusammen,

    hier kommt mein erster Beitrag, hoffe auf ein ästhetisches Ergebnis....

    Was gar nicht geht sind denglische Modewörter á la Event, Public Viewing, Highlights und viele mehr. Das allerneuste ist übrigens "beachen" - bedeutet Beachvolleyballspielen. Aargh!!

    Ansonsten reagiere ich allergisch auf den Deppenapostrophen in Gabi's Nagelstudio oder Oma's Waffeln. Auch Gebilde wie KundenBetreuung oder UmzugsRatgeber sowie SonnenStudion treiben meinen Blutdruck in die Höhe. Von der Bindestrich-"itis" mal ganz zu schweigen. Hat ein Wort mehr als acht Buchstaben, kommt sicherheitshalber ein Bindestrich zum Vorschein, um den gemeinen Leser nicht zu überfordern. Beispiel: Informations-Technologie.

    Freue mich auf nette Diskussionen und sende liebe Grüße

    Melina

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