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  • Phoenix - Die Flüsterer - Dolmetscher für Europa
    01.06.2007 21.45-22.15

    Alles funktioniert reibungslos im Dolmetscher-Apparat des EU-Parlaments. Aber wenn eine EU-Delegation mit Oppositionsparteien in Djibouti zusammentrifft, wird von den Dolmetschern das Äußerste gefordert. "Die Flüsterer" ist der erste Dokumentarfilm, der sich dieser Berufsgruppe widmet. Die Autoren David Bernet und Christian Beetz haben an dem Film zwei Jahre gearbeitet. Auf ihren Recherchereisen in Europa trafen sie unzählige Dolmetscher und tauchten nach und nach in das Milieu internationaler Kommunikation ein. Ihr Film ist eine Hommage an die Sprache im vielsprachigen Europa.
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    Wiederholung am 02.06.2007, 18.45 Uhr

  • arte - Tanztheater Nürnberg
    02.06.2007 12:00-12:30

    Im Auge des Kalligraphen

    Schriftzeichen und Körpersprache, die ästhetische Verbindung der Kalligraphie mit den Bewegungen und Körperfiguren ihrer Tänzerinnen und Tänzer: Das ist die Idee, die hinter Daniela Kurz' Choreografie "Im Auge des Kalligraphen" steht. Eine Meisterin dieser aus Japan und China stammenden Schriftkunst ist die Japanerin Chizu Ikura. Sie hat im Auftrag von Daniela Kurz eine Reihe dieser Zeichen erstellt, die in Teilen des Stücks auf dem Tanzboden projiziert werden. In diesem Tanzkunstvideo wird die handwerkliche Tradition dieser Schreibkunst choreografisch nachempfunden, tänzerisch stilisiert und filmisch aufbereitet: Vom Anrühren der Tusche bis zum fertigen Zeichen; durch die Projektion und die sich exakt bewegenden Körper scheinen sie ineinander zu verschmelzen. Immer wieder werden die Zuschauer in die asiatische Welt entführt, musikalisch - tänzerisch, mit Worten und Gesten die zu den Ritualen rund um die Kalligraphie gehören. Bei aller Kraft und Perfektion, die diese Choreografie auszeichnet, hat Daniela Kurz eine sehr intime, ruhige Kreation für ihr Ensemble geschaffen. Neben dem Tanz und der Kalligraphie hat die traditionelle Musik Bedeutung. Sie wird von den Tänzerinnen und Tänzern teilweise auf Originalinstrumenten live gespielt. Aus der langen Bühnenfassung entwickelten Daniela Kurz und Marcus Behrens ein Konzept für den Film. Die Energie des Originals wird beeindruckend verdichtet. Der Fernsehzuschauer erlebt eine neue und ungewöhnlich nahe Perspektive auf das tänzerische und akustische Geschehen auf der Bühne. Zum Abschluss des mehrjährigen Engagements von ARTE für Tanzfilme werden im Sommer 2007 bis Ende Juli immer samstags gegen 12 Uhr nochmals einige Höhepunkte der aktuellen, europäischen Tanzlandschaft zu sehen sein.
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    Wiederholungen:
    05.06.2007, 14.25 Uhr
    11.06.2007, 10.35 Uhr

  • SuperRTL - 7 Tage - 7 Köpfe
    02.06.2007 22.05-23.05

    Vorsicht scharfe Zungen! Jochen Busse und sein sechsköpfiges Team haben alles zusammengetragen, was in den vergangenen 7 Tagen Schlagzeilen gemacht hat. Beim etwas anderen Wochenrückblick nehmen heute Kalle Pohl, Oliver Welke, Bernd Stelter, Gaby Köster, Mike Krüger und Jochen Busse gnadenlos alles und alle aufs Korn. Zu Gast ist heute Ina Müller, die sich mit ihrem Mundart-Programm für den Landkreis Cuxhaven und seine plattdeutsche Sprache eingesetzt hat. 1994 gründete sie mit Edda Schnittgard das Kabarett-Duo 'Queen Bee', das 2001 mit dem 'Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson / Lied / Musik' ausgezeichnet wurde. 2005 trennte sich das Duo. Ein Jahr später startete Ina Müller ihre Tour mit eigener Band. Thema: 'Weiblich, ledig, 40'.

    Wiederholung am 16.06.2007, 22.15

  • Thema von AndyOSW im Forum Sprachpolitik
    Hoover-Realschule zieht positive Bilanz

    Eineinhalb Jahre nach der Einführung der Deutschpflicht auf dem Schulhof hat die Berliner Herbert-Hoover-Realschule eine positive Bilanz gezogen. Die Leistungen der Schüler hätten sich verbessert und die Zahl der Gewalttaten sei deutlich gesunken, sagte Schulleiterin Jutta Steinkamp am Dienstag.

    Die Realschule mit rund 90 Prozent Ausländeranteil hatte 2006 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, als Lehrer und Schüler beschlossen, auf dem Schulhof und in den Klassen ausschließlich Deutsch zu sprechen. Im vergangenen Jahr war sie mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung ausgezeichnet worden.

    © rbb-online.de
    Nachtrag nach der Sendung:

    Mir sind da ein zwei Fragen hängen geblieben:

    - Ist deutsch nun die lingua franca an dieser Schule?

    - Wie steht es mit dem Recht auf Muttersprache? Deutsch im Unterricht - auf alle Fälle. Aber in der Hofpause?
  • Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

    Georg-Büchner-Preis: Schriftsteller Martin Mosebach geehrt

    Der mit 40.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis geht in diesem Jahr an den Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Donnerstag mit.

    In der Begründung der Jury heißt es: „Die Auszeichnung gilt einem Schriftsteller, der stilistische Pracht mit urwüchsiger Erzählfreude verbindet und dabei ein humoristisches Geschichtsbewusstsein beweist, das sich weit über die europäischen Kulturgrenzen hinaus erstreckt; einem genialen Formspieler auf allen Feldern der Literatur und nicht zuletzt einem Zeitkritiker von unbestechlicher Selbstständigkeit.''

    Der 55-jährige Mosebach studierte zunächst Jura in Frankfurt und Bonn, bevor er sich 1980 für die Existenz eines freien Schriftstellers entschied. Seitdem arbeitet er in nahezu jedem Genre und hat ein vielfältiges literarisches Werk vorgelegt, das mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2003 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die den Preis nun verliehen hat.

    Bisherige Preisträger waren unter anderem Elfriede Jelinek, Günter Grass und Jottfried Benn. Voriges Jahr ging die Auszeichnung an Oskar Pastior. Der Preis wird auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie am 27. Oktober 2007 in Darmstadt an Mosebach verliehen.

    (sueddeutsche.de/berr)

  • Zum Grinsen von BengenDatum08.06.2007 18:08
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

  • Übersetzen um jeden Preis...Datum22.06.2007 21:12
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

    ...diesmal um den Preis eines dauerhaft gestörten Zwerchfells:

    "Wenn nicht anwesend, müssen Sie den Installateur DirectX ausstoßen, den Sie innerhalb des Digitalschallplatte-ROM finden können. Sobald das Spiel angebracht worden ist, können Sie das Spiel beginnen vom Windowsanfangsmenü oder indem Sie das CD einsetzen, das Great Invasions genannt wird."

    "Wenn nicht anwesend, müssen Sie den Codec DivX in Ihr PC anbringen. Wenn nicht anwesend innerhalb des CD, rief Great Invasions, versuchen, den Codecinstallateur an der folgenden Verbindung zu downloaden an: http://www.divx.com"

    Das ist der Inhalt der letzten beiden Dialogfelder bei Installation des PC-Spiels "Great Invasions".

    Zitat von Herstellerangaben
    © 2005 Indie Games Productions. Indie Games Productions und sein Logo sind eingetragene Marken von Indie Games Productions. Alle Rechte vorbehalten.

    © 2005 Nobilis. Nobilis und das Nobilis-Logo sind eingetragene Marken der Nobilis Group. Alle Rechte vorbehalten.

    Das Originalspiel wurde von Philippe Thibaut unter Mitwirkung von Luca Cammisa entwickelt.
    Ich kann ja verstehen, dass die Franzosen wegen einer ominösen lex kein Englisch mehr verwenden dürfen, aber dann können sie das Deutsche auch gleich verbieten. Vor allem, wenn es wie oben zitiert ausschaut :-)

  • Neuer Notruf im TestDatum23.06.2007 20:55
    Thema von AndyOSW im Forum Sprachpolitik

    Zitat von Berliner Woche Nr. 25, 20. Juni 2007
    BMW hat in Kooperation mit dem Bayrischen Roten Kreuz ein neues, sogenanntes "eCall"-Rettungskonzept mit durchgängiger Datenübermittlung vorgestellt, das Helfer deutlich schneller zu einem Unfallort führen soll. Dabei sendet das Fahrzeug nach einem Unfall den Standort an die Rettungsleitstelle, dessen Navigationssystem dann per Funk zur Unglücksstelle gelotst wird.
    Die Sache an sich ist unbestritten begrüßenswert, aber warum muss das Ding dann eCall genannt werden?

  • Diese Begriffe hasst das NetzDatum24.06.2007 17:46

    SPIEGEL ONLINE: Diese Begriffe hasst das Netz

    Voipen, Surfen, Skypen - irgendwann kann man es nicht mehr hören. Britische Web-Nutzer jedenfalls haben genug von Web-Schlagworten. Die zehn nervtötendsten hat jetzt eine Umfrage ermittelt.

    Wenn etwas neu ist im Netz, kursiert es unter einem schnell hingeschmierten Hilfsbegriff durch die Foren. Und irgendwann schreiben und sagen dann alle Worte wie Blogosphere oder Quadplay. Dass damit kaum ein Internet-Nutzer zufrieden ist, will das Meinungsforschungs-Institut YouGov mit einer Umfrage unter 2091 britischen Erwachsenen herausgefunden haben.

    Abgestimmt hat die von YouGov ausgewählte Teil-Gruppe online - Internetkompetenz kann man den Befragten also nicht absprechen. Hier die britische Top Ten der Abscheu.

    Folksonomy. Meint die gemeinschaftliche Verschlagwortung von Webinhalten - Fotos, Artikel, Nachrichten, Büchern.

    Blogosphere. Zu deutsch: die Blogosphäre. Die Welt, die Gesamtheit aller Weblogs.

    Blog. Sie sind keine Internet-Tagebücher. Sondern: Oft von Privatleuten geführte Internet-Publikationen. Sie basieren auf einer Software, die es erlaubt, Texte mit wenig Aufwand online zu stellen und Leser Artikel kommentieren zu lassen.

    Netiquette. Benimmregeln für den Umgang miteinander im Netz. Es gibt keine einheitliche Liste, sondern viele, zum Teil schriftliche Vorschläge - und den gesunden Menschenverstand.

    Blook. Buch, das auf einem oder vielen Weblogs beruht.

    Webinar. Ein Seminar, das nur im Web stattfindet.

    Vlog. Ein Blog mit regelmäßigen Video-Einträgen.

    Social Networking. Dienste wie Xing oder Facebook, die im Netz ein zum Teil bestehendes Freundesnetzwerk zum Teil abbilden, zum Teil neu schaffen. Kleinste Einheit: persönliche Profilseiten.

    Cookie. Meint im Netz meist einen Webcookie, einen von Webseiten angelegten Eintrag in einer speziellen Datei des Internetbrowser. Identifiziert den Rechner und Nutzer, wenn er später einmal wieder dieselbe Internetseite ansteuert.

    Wiki. Web-Angebote, die von den Nutzern im Netz geändert werden können. Wiki meint ursprünglich diese Software zum Wissensmanagement.

    Haben Sie bessere Begriffe für diese Dinge? Oder hier nicht erwähnte Wort-Widerwärtigkeiten aus dem Web? Schicken Sie uns Ihre Kandidaten: E-Mail genügt!

    lis


    Bevor Missverständnisse aufkommen, bei obigem Artikel geht es nicht um Engleutsch oder Denglisch, sondern um neu geschaffene englische Vokabeln für neu auftauchende Begriffe aus der Internetwelt, befragt wurden Briten. Ist das nun kreativitätsfeindlich? Was haben die Briten gegen Wikis, Weblogs/Blogs, Vlogs? Das sind doch kurze, eindeutige und treffende Vokabeln. Umschreiben kann jeder, Neues schaffen nicht.

  • Perscheid mal wiederDatum28.06.2007 21:54
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

  • Schreit der Chef seine Sekretärin an: Seit wann wird denn "Physikalisch" mit "f" geschrieben?

    Klagt sie: Was kann ich dafür, dass am Computer das "v" kaputt ist..."

  • Im FernsehenDatum08.07.2007 15:55

    Wie kann man es besser sagen:

    - Was kommt heute im Fernsehen?

    - Was kommt denn im Fernseher / im TV / in der Glotze?

  • Alles klar?Datum11.07.2007 17:58
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

    Zitat von AERO 8/2007, Seite 68:
    Alles klar?

    Die ICAO fordert ab dem 5. März 2008 Sprachtests für Piloten.

    Die A340 einer europäischen Airline war gerade nach elf Stunden Flug in Guangzhou, China, in schweren Regenschauern gelandet. Noch auf der Landebahn kam die Feuerwarnung des Triebwerkes Nummer drei an. Professionell handelte die Besatzung das Notverfahren ab und erklärte die Luftnotlage. "Mayday, Mayday, Mayday!" rief der Erste Offizier über die Towerfrequenz. Auf Englisch bestellte er die Feuerwehr, die Passagiere wurden auf eine Evakuierung vorbereitet. Der Fluglotse im Tower verstand offenbar kaum Englisch, denn die Feuerwehr kam erst nach gut 30 Minuten. Und den Piloten mitteilen, ob am Flugzeug Feuer oder Rauch zu sehen war, konnte er auch nicht.

    Auch wenn sich dieser Fall zum Glück als Fehlwarnung herausstellte, illustriert er doch, wie wichtig Englisch-Kenntnisse für Piloten und Fluglotsen sind.

    Man muss jedoch gar nicht so weit fliegen, um mit dem Sprachproblem konfrontiert zu werden. Schon ein kurzer Ausflug zum Pariser Flughafen Charles de Gaulle (CDG) lehrt uns, dass man auch in französischer Sprache kommunizieren kann. Leider ist dies für die ausländischen Piloten meist nicht zu verstehen und führt des öfteren zu kritischen Situationen, zum Beispiel beim Kreuzen von aktiven Runways.

    Ab dem 5. März 2008 verlangt nun die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) von allen, die am Luftfahrtsprechfunkverkehr teilnehmen, über die Beherrschung der üblichen Sprechgruppen (Phraseologie) hinaus den Nachweis, dass sie der im Sprechfunkverkehr jeweils gesprochenen Sprache oder des Englischen in ausreichendem Maße mächtig sind.

    Diese Maßnahme ist international sicher sinnvoll, wird jedoch einem deutschen Mechaniker, Piloten oder Fluglotsen ein wenig überflüssig vorkommen. Bei den meisten deutschen Airlines sind ohnehin alle technischen Dokumente und Flugbetriebsunterlagen in Englisch abgefasst, so dass man ohne Sprachkenntnisse noch nicht einmal die Ausbildung für einen Flugzeugtyp bestehen würde. In Deutschland ist es schon seit den 50er Jahren üblich, dass Berufspiloten und Fluglotsen Englisch sprechen und bei der Einstellung daraufhin geprüft werden.

    Das Luftfahrt-Bundesamt bemüht sich daher, die englischen Sprachtests zwar ICAO-konform, aber doch so unbürokratisch wie möglich in den normalen Prüfungsablauf zu integrieren. Bereits lizensierte Berufspiloten werden einen zusätzlichen Stempel in ihrer Lizenz finden, die dafür notwendigen Sprachkenntnisse weisen sie während ihrer Routineprüfungen nach. Flugschüler tun dies durch Schulkenntnisse und die Prüfung zum Erwerb des Funksprechzeugnisses. Da viele deutsche Piloten hervorragend Englisch sprechen, wird es bei den Prüfungen durch die Bundesnetzagentur oder Prüfungsbeauftragte sicher zu interessanten linguistischen Diskussionen kommen.

    Während das Luftfahrt-Bundesamt die neuen ICAO-Vorschriften detailliert umsetzt und bis zum 5. März 2008 Tausende von Übergangsbescheinigungen versenden wird, die auf Antrag ausgestellt werden und zunächst einmal die englischen Sprachkenntnisse nachweisen, haben die europäischen Fluglotsen noch Zeit bis 2010.

    Jörg-Peter Berendsen

  • Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

    Sprache - Schrift - Bild. Wege zu unserem kulturellen Gedächtnis

    Zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007 präsentieren sieben der in der Union zusammengeschlossenen deutschen Akademien der Wissenschaften 17 ihrer Forschungsprojekte zu den Kulturen des antiken Mittelmeerraumes.

    Die über das gesamte Pergamonmuseum und das Obergeschoß des Alten Museums verteilte Präsentation konfrontiert in 17 Projektstationen präzise Skizzen aktueller Forschungsvorhaben, die vom Altägyptischen Wörterbuch und literarischen Keilschrifttexten aus Assur bis zum Kirchenlehrer Augustinus reichen, mit zahlreichen Originalwerken in den archäologischen Sammlungen der Museumsinsel. Ägyptisches Museum, Antikensammlung, Museum für Islamische Kunst und Vorderasiatisches Museum stellen sich als archäologisches Kompetenz-Zentrum und Partner altertumskundlicher Spitzenforschung an den deutschen Akademien dar.

    Quelle/Autor: Pergamonmuseum zu Berlin

    Veranstalter: Antikensammlung Deutsche Akademien der Wissenschaften

    Termine: 21. Juni - 31. August 2007


  • Aktion "Lebendiges Deutsch"Datum05.09.2007 18:50

    Jetzt ist es raus:

    Ein „Blockbuster“ ist ein „Straßenfeger“. Unter den 655 Vorschlägen für das Suchwort des Monats August wurde dieser am häufigsten genannt. Gut gefielen der Jury auch „Kassenschlager“ und „Knüller“. (Quelle Aktion "Lebendiges Deutsch").

    Natürlich hat uns die Medienindustrie (Kino, Fernsehen, DVD-Verleih) immer wieder mit "Blockbustern" versorgt. Aber normal gebildete Deutsche sollten doch eigentlich wissen, dass dieser Begriff einen "Straßenfeger" bezeichnet. Außer natürlich die Kollegen der Aktion "Lebendiges Deutsch" - die stellen sich erst einmal dumm und suchen in ihrem Aktionismus einen Ersatz dafür, der eigentlich schon da ist. Wieder einmal eine Chance vertan, ein deutsches Wort für ein Fremdwort zu kreieren.

    Aber ich will nicht ungerecht sein. Immerhin hat uns die "Aktion" den deutschen Begriff "Straßenfeger" wieder in Erinnerung gebracht, nun muss er nur noch verwendet werden. Sonst sehe ich in Sat.1 wieder nur "Blockbuster" (wenn ich einen Fernseher hätte).

  • hr-iNFO-HöreraktionDatum06.09.2007 20:17

    hr-iNFO-Höreraktion
    Denglisch, Fremdwort-Schlachten, verkommene Grammatik: Die deutsche Sprache im Schlussverkauf?


    Samstag, 8. September 2007, 11:30 Uhr
    Am kommenden Samstag ist der "Tag der deutschen Sprache". Wir wollen von Ihnen Beispiele hören: Was ist verkommen, was müsste anders gesagt werden, wo hören Sie sprachliche Fehler?

    hr-iNFO sammelt die verbalen Fehltritte und berichtet darüber - am 8. September um 11:30 Uhr in der Sendung "Thema der Woche".

    Rufen Sie uns an und sprechen Sie die schlimmsten Sprachsünden auf den
    hr-iNFO-Anrufbeantworter
    069 155 6056

    oder schreiben Sie uns (vergessen Sie nicht Ihren Namen und Ihre Anschrift) Ihre Beobachtungen an:
    hr-iNFO
    Stichwort: Denglisch
    60222 Frankfurt

    oder schicken Sie uns eine E-Mail an hr-iNFO

    Die hr-iNFO-Redaktion bewertet die einzelnen Beiträge. Die originellsten sprachlichen Schnitzer werden mit einer hr-iNFO-Tasse, der Jahres-CD "Das Wichtige Wissen 2006" oder hr-iNFO-T-Shirts prämiert.

    hr-iNFO stellt die interessantesten Einsendungen in der Sendung "Thema der Woche" am 8. September, dem "Tag der deutschen Sprache", ab 11:30 Uhr vor. Ein Sprachexperte bewertet die Beiträge und erläutert, wo sich die deutsche Sprache notwendigerweise verändert, und wo Modeerscheinungen am Werk sind.

    (mida / magr)

  • Nicht erschrecken :-), aber ich bin da bei Recherchen zu einem anderen Thema auf diesen (zugegebenermaßen schon etwas älteren) Text in einer der besseren Berliner Tageszeitungen gestoßen:

    Berliner Zeitung: Zensur und Selbstzensur

    Zitat von Bernd Wagner, Berliner Zeitung
    04.11.2006 / Politik - Seite 04

    Bernd Wagner

    Schon unser schablonisierter Sprachgebrauch gibt Hinweise genug auf die verordneten und von der Mehrzahl willig akzeptierten Grenzen des öffentlichen Denkens. Nicht nur die DDR tritt kaum noch ohne das Attribut "ehemalig" auf, auch kein Politiker ohne die "Politikerinnen", kein Sportler ohne die "Sportlerinnen" und besonders (denn auf diese kommt es an) kein Wähler ohne die "Wählerinnen". Das mögen Kleinigkeiten im Wettbewerb um die höchstmögliche politische Korrektheit sein, aber indem die Globalisierung immer mehr zu einer Weltinnenpolitik führt und sich die Ansprüche der daran Beteiligten an die deutsche Sprache häufen, entsteht ein Dschungel von sprachlichen Geboten, den gefahrlos zu durchqueren fast unmöglich geworden ist.

    Der polnischen Zwillingsregierung beispielsweise ist als neue Bedingung für ein "Zentrum gegen Vertreibung" eingefallen, dass in Bezug auf die Deutschen nicht von "Vertreibung" sondern von "Umsiedlung" die Rede sein soll. Sie kann dabei auf ein nicht sonderlich feines Gehör der Deutschen hoffen, denn einer der Kaczinskys sprach davon, dass alles, was mit dem Namen Steinbach verbunden ist, enden solle, ohne dass jemand den Mordaufruf zurückwies, der damit ausgesprochen wurde. Im Gegenteil, die Polenbeauftragte der Bundesregierung Gesine Schwan, immerhin einmal als mögliche Bundespräsidentin im Gespräch, tadelte die Berichterstattung deutscher Journalisten und machte sie für das schlechte Polenbild in der Öffentlichkeit verantwortlich.

    Als in der Bundesrepublik das Leugnen des Genozids an den europäischen Juden unter Strafe gestellt wurde, erhoben sich keine kritischen Stimmen. Dabei ist das Problem solcher Maßnahmen klar: die Unbelehrbaren werden durch Gesetze nicht bekehrt, vielmehr können sie sich als Märtyrer ihrer angeblichen Wahrheit fühlen, Argumenten weniger zugänglich denn je. Ein solches Gesetz schützt die Wahrheit nicht, sondern bringt sie in Gefahr, indem sie sie zu einer von Tabus umstellten Zone macht, innerhalb derer nachzudenken zum Risiko wird. Die Frage etwa, ob nicht die Opfer des Kommunismus ein gleiches Recht auf den Schutz ihres Andenkens haben wie die Opfer des Nationalsozialismus, zieht zwangsläufig den Vorwurf der "Relativierung" nach sich, die zwar noch keine juristische, wohl aber eine gesellschaftliche Strafe nach sich zieht.

    Das Bestreiten jeglicher Vergleichbarkeit des Genozids an den Juden begann mit einer Sprachreglung. Indem aus Völkermord und Vertreibung "der Holocaust" wurde, verabschiedeten sie sich aus der gesamtmenschlichen Geschichte. Die für Diktaturen bezeichnende Aufteilung der Welt in Bezirke des absolut Guten und des absolut Bösen wurde damit von ihren Gegnern übernommen und jeder rationaler Beurteilung zu Gunsten eines quasireligiösen Weltbildes entzogen.

    Ist es bei einer derartigen Mischung aus Demagogie und guten Willen, Desorientierung, Schwäche und Aktionismus verwunderlich, dass auch die Gegner der Demokratie ihre Zensurforderungen an sie anmelden? Wo der Staat sich zum Staatsanwalt macht, steht ein Heer von Denunzianten bereit. Sie sind das Fußvolk des Totalitarismus.

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    Bernd Wagner (58), lebt seit 1977 als Schriftsteller in Berlin. Letzte Buchveröffentlichung: "Wie ich nach Chihuahua kam. Eine amerikanische Reise", Steidl.

  • Mitarbeit erwünscht!Datum19.09.2007 19:16

    Ich habe heute wieder Post von Frau Ramminger (MDR) bekommen. In Kürze ihr Anliegen:

    "Ich wollte Sie heute um Hilfe bzw. Zuarbeit bitten. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung (diesmal ganz in meinem Interesse) bin ich über Schlagertexte gestolpert.

    Titel wie "Wegen Dir" haben aber vermutlich bisher nur Bastian Sick sprachwissenschaftlich interessiert. Haben Sie eine Idee bzw. wissen Sie, ob sich außerdem noch jemand damit wissenschaftlich beschäftigt hat?

    Für Ihre Unterstützung wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Mit freundlichen Grüßen

    Nicolá Ramminger"

    Vielleicht hat der eine oder andere eine Quelle zur Hand, ich werde mich selbst einmal umhorchen.

  • Lesetipp WEB.deDatum19.09.2007 22:58
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l
    Der falsche Glanz scheinbar cooler English-Terms

    Wir benutzen täglich vermeintlich englische Wörter, die für Briten und Amerikaner aber eine ganz andere Bedeutung haben.

    Hinter obigem Verweis versucht die WEB.de-Redaktion mit Halbwissen aufzuräumen.
  • Marcel MarceauDatum24.09.2007 07:40
    Thema von AndyOSW im Forum F r e i s t i l

    Und wieder ist ein großer Schauspieler von uns gegangen, dessen Sprache so international war wie keine andere. Marcel Marceau war Inspiration für andere - Michael Jackson hatte seinen "Moonwalk" genannten Tanzstil von ihm übernommen. Uns bleibt die Erinnerung an seinen legendären "Monsieur Bip" und an einen engagierten, stillen Menschen.

    Frankreichs Premierminister François Fillon sagte, seine "Geschichten ohne Worte" hätten dem Künstler eine seltene Gabe verliehen: Grenzenlos mit jedermann kommunizieren zu können. "Er war ein mysteriöser Mann", sagte der Journalist und Schriftsteller Jacques Chancel dem Radiosender "France Info". "Er hatte in der Stille das Wort. Er sprach ohne Worte - und es gibt so viele Menschen, die sprechen, ohne etwas zu sagen."

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